AfD-Innenpolitiker Curio: "Amoklauf der Lüge" nach Hanau

Gottfried Curio, Bundestagsabgeordneter der AfD, steht beim Parteitag der AfD. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild
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26. Februar 2020 - 14:10 Uhr

Der innenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Gottfried Curio, hat jede Verbindung seiner Partei zum Attentat von Hanau zurückgewiesen. "Die Tat von Hanau ist nicht das Ergebnis der politischen Diskussion der vergangenen Jahre", sagte Curio beim politischen Aschermittwoch seiner Partei im niederbayerischen Osterhofen.

Ein 43-jähriger Deutscher hatte vor rund einer Woche neun Menschen mit ausländischen Wurzeln in Hanau erschossen. Der Sportschütze soll auch seine Mutter und sich selbst getötet haben. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Täter eine rassistische Gesinnung und war psychisch krank.

Wenn Politiker anderer Parteien diese Tat mit der Politik der AfD in Verbindung brächten, komme dies einer "widerlichen Verleumdung" gleich, sagte Curio. Nach der Tat von Hanau habe "ein Amoklauf der Lüge" stattgefunden. "Das ist die größte Bedrohung für Deutschland und seine Demokratie", betonte Curio.

Bei dem Täter von Hanau habe es sich um einen Psychopathen gehandelt. "Er war ein gefährlicher Psychopath - ein wirklich Geisteskranker", sagte Curio.

Quelle: DPA