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AfD-Chef verprügelt: Angebliches Antifa-Bekennerschreiben im Netz aufgetaucht

Angebliches Bekennerschreiben!
Angebliches Bekennerschreiben! AfD-Politiker verprügelt 01:03

Echtheit des Dokuments ist fraglich

Der Bremer AfD-Chef Frank Magnitz wurde von Unbekannten angegriffen und verprügelt. Jetzt ist im Netz ein angebliches Bekennerschreiben der Antifa aufgetaucht. Die Echtheit des Dokuments ist fraglich, die Staatsanwaltschaft prüft das Schreiben.

Schreiben wurde im Namen der Antifa verfasst und ist mittlerweile gelöscht

Der Bundestagsabgeordnete war nach einem Neujahrsempfang von Unbekannten niedergeschlagen worden. Auf der Internetplattform "indymedia" wurde jetzt ein Schreiben im Namen des "Antifaschistischen Frühlings Bremen" veröffentlicht, das behauptet, man habe den Politiker "von seinem faschistischen Gedankengut" befreien wollen.

Die Plattform ist frei zugänglich, jeder mit einem Internetzugang kann dort Texte verfassen und auch Dateien hochladen. Der Name "Antifaschistischer Frühling Bremen" tauchte zuvor nicht im Internet auf, die Existenz einer Gruppe mit diesem Namen konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Das Schreiben wurde inzwischen gelöscht, RTL liegt ein Screenshot davon vor.

Polizei und Staatsanwaltschaft wollen sich nicht zu Details äußern

Eine Facebook-Seite mit dem Namen "Antifa Bremen" hat sich von dem Schreiben distanziert und dementiert, etwas mit dem Angriff zu tun zu haben – mit dem Verweis, jeder könne auf dieser Plattform etwas schreiben.

Eine Pressesprecherin der Polizei Bremen sagte auf Nachfrage von RTL.de, das Schreiben sei der Polizei bekannt. Weiter wolle man sich aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht äußern. Auch die Staatsanwaltschaft Bremen äußerte sich nicht zur Echtheit des Dokuments, bestätigte aber auf Nachfrage, den Vorfall zu prüfen.

Angriff schlug hohe Wellen in ganz Deutschland

Der Angriff auf den Abgeordneten hatte deutschlandweit für Entsetzen gesorgt. Einer ersten Pressemitteilung der AfD zu dem Vorfall widersprach die Staatsanwaltschaft jedoch. Magnitz sei nicht mit einem Gegenstand attackiert und es sei auch nicht, wie von der AfD in der Mitteilung behauptet, auf ihn eingetreten worden. Das zeige das Material aus Überwachungskameras. Magnitz selbst sagt, sich nicht an den Vorfall erinnern zu können.

"Gewalt gegen Menschen ist ein Unding"
"Gewalt gegen Menschen ist ein Unding" AfD-Politiker Frank Magnitz 01:33

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