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AfD-Bundestagswahlkampf: Frauke Petry will nicht als Spitzenkandidatin antreten

AfD-Bundestagswahlkampf: Frauke Petry will nicht als Spitzenkandidatin antreten

Petry will Spekulationen ein Ende setzen

In einem Video auf ihrer Facebook-Seite hat Frauke Petry verkündet, dass sie nicht als Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Bundestagswahl antreten wolle.

AfD-Parteitag beginnt in Köln

Die AfD-Chefin gab bekannt, dass sie "weder für eine alleinige Spitzenkandidatur noch für eine Beteiligung in einem Spitzenteam" zur Verfügung stehe. Sie wolle damit allen Spekulationen ein Ende setzen. Wichtige Entscheidungen müssten unabhängig von der Personalfrage diskutiert werden.

Petry sprach in der Botschaft von Spannungen innerhalb der 'Alternative für Deutschland'. Petry beklagte, die AfD leide seit Herbst 2015 darunter, dass es keine gemeinsame Strategie gebe. "So ist das Außenbild der AfD immer wieder durch die unabgestimmte - also für die Parteiführung völlig überraschende - maximale Provokation weniger Repräsentanten geprägt."

Ist der "realpolitische Weg einer bürgerlichen Volkspartei" vorbei?

Dies habe einen Teil der bürgerliche Wähler verschreckt und dazu geführt, dass das Wählerpotenzial der AfD zuletzt deutlich geschrumpft sei. Während dieses im Herbst 2015 noch bei bis zu 30 Prozent gelegen habe, liege es aktuell nur noch bei 14 Prozent. Petry hatte vor zwei Wochen einen "Sachantrag zur politischen Ausrichtung der AfD" formuliert, den sie auf dem Bundesparteitag an diesem Wochenende in Köln zur Abstimmung stellen will.

Darin wirbt sie für den "realpolitischen Weg einer bürgerlichen Volkspartei", die in den kommenden Jahren in der Lage sein sollte, koalitionsfähig zu werden. Auf dem Parteitag soll auch die Frage der Spitzenkandidatur entschieden werden.

Dass Petry in ihrem Antrag gleichzeitig eine Abkehr von der "fundamentaloppositionellen Strategie" fordert und in diesem Zusammenhang den Namen von Parteivize Alexander Gauland erwähnt hat, haben ihr einige Vertreter des rechtsnationalen Flügels übel genommen. Sie warfen Petry zudem vor, sie habe die Strategie-Debatte nur angezettelt, um ihre Chancen, Spitzenkandidatin zu werden, zu verbessern.