Ärztekammer: Senat muss schärfere Maßnahmen vorbereiten

Ein Restaurant weist auf die 2G-Regel hin. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild
Ein Restaurant weist auf die 2G-Regel hin. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild
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07. Dezember 2021 - 14:10 Uhr

Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Ärztekammer hat vom Senat schärfere Corona-Maßnahmen gefordert, sollten sich die Infektionszahlen weiter wie bisher entwickeln. "Wenn sich zeigt, dass Fallzahlen weiter steigen, muss zügig über weitere Corona-Eindämmungsmaßnahmen entschieden werden", sagte Ärztekammerpräsident Pedram Emami am Dienstag in Hamburg. Nur so könne ein akuter Gesundheitsnotstand in der Stadt verhindert werden.

Auf der Delegiertenversammlung hätten die Ärztinnen und Ärzte eine entsprechende Resolution verabschiedet. Maßnahmen zu Lasten von Kindern und Jugendlichen habe die Versammlung aber ausgeschlossen. "Schulschließungen gilt es unbedingt zu vermeiden", sagte Emami.

Schulen seien nicht nur Orte der Bildung und der Begegnung für Kinder und Jugendliche, sondern unabdingbar für die psychische Gesundheit. Zahlen und Daten zu den gesundheitlichen Folgen des Lockdowns auf Kinder und Jugendliche hätten gezeigt, wie sehr diese Altersgruppe im vergangenen Jahr belastet war.

Die Ärzte sprachen sich zudem für eine einrichtungsbezogene Impfpflicht aus und begrüßten, dass der Bundestag über eine allgemeine Impfpflicht entscheiden werde.

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Quelle: DPA