'Ärzte ohne Grenzen' im Kongo angegriffen

11. Februar 2016 - 12:42 Uhr

In der Demokratischen Republik Kongo sind Mitarbeiter von 'Ärzte ohne Grenzen' von bewaffneten Männern angegriffen worden. Die Täter seien in der Stadt Masisi im Osten des Landes gewaltsam auf das Gelände der Hilfsorganisation vorgedrungen und hätten plötzlich das Feuer eröffnet. Dabei wurde ein Mann verletzt. Sein Zustand sei aber mittlerweile stabil, teilte 'Ärzte ohne Grenzen' mit.

Die Organisation verurteilte die Attacke und stellte sofort die Arbeit der mobilen medizinischen Teams in der Provinz Nord-Kivu bis auf weiteres ein. "Abgesehen von dem Schock, den unsere Mitarbeiter erleiden mussten, verhindert dieser Zwischenfall medizinische Hilfe vor Ort und schadet damit der Bevölkerung", sagte Programmleiter Gaël Hankenne.

'Ärzte ohne Grenzen' arbeitet seit 1981 im Kongo und ist in der Vergangenheit bereits mehrfach angegriffen worden. In dem zentralafrikanischen Land tobte Jahrzehnte lang ein schwerer Bürgerkrieg. Am kommenden Montag stehen Wahlen an, bei denen gewaltsame Ausschreitungen befürchtet werden.