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Ärzte: Mladic ist verhandlungsfähig

Ärzte: Mladic ist verhandlungsfähig

Der mutmaßliche serbische Kriegsverbrecher Ratko Mladic ist aus ärztlicher Sicht gesundheitlich in der Lage, seinen Prozess vor dem UN-Tribunal in Den Haag durchzustehen. "Der Patient Mladic ist fähig, das Gerichtsverfahren zu verfolgen", heißt in der Diagnose eines fünfköpfigen Ärzteteams, die von den Zeitungen in Belgrad veröffentlicht wurde. "Der aktuelle Krankheitszustand erfordert keine Behandlung im Krankenhaus, zusätzliche Diagnosen können ambulant gemacht werden".

Mladic leidet nach Darstellung der Ärzte dauerhaft unter den Folgen eines früheren Schlaganfalls und eines Herzinfarktes. Nach dem Schlaganfall sei der rechte Arm nur eingeschränkt einsatzfähig, das rechte Bein mache Schwierigkeiten beim Gehen. Schließlich leide der 69-Jährige an Bluthochdruck, der jedoch gut mit Medikamenten eingestellt sei. Diagnostiziert wurden "chronische Erkrankungen ohne akute Verschlechterungen".

Demgegenüber will die Familie des Ex-Generals eine neue ärztliche Untersuchung erreichen, weil der Angeklagte angeblich psychisch und körperlich zu erschöpft sei, um nach Den Haag gebracht werden zu können. Der stellvertretende serbische Staatsanwalt für Kriegsverbrechen, Bruno Vekaric, zweifelt die Darstellung der Familie an . Die Probleme würden aufgeblasen, um die Mladic-Auslieferung zu verzögern.