Soldatin stirbt bei Unglück in der Nähe von Hameln

"Als wir gegrillt haben, ist der Hubschrauber abgestürzt"

2. Juli 2019 - 9:25 Uhr

Nach dem Absturz brach Feuer aus

Ein Bundeswehr-Hubschrauber mit zwei Menschen an Bord ist im Süden Niedersachsens abgestürzt. Nach ersten Informationen der Polizei hat es bei dem Unglück in Aerzen bei Hameln mindestens einen Toten gegeben. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bestätigte, dass es sich dabei um eine Soldatin handelt. Ein zweites Besatzungsmitglied wurde in eine Klinik gebracht. Das Unglück ereignete sich gegen 13.45 Uhr in der Nähe der Aerzener Ortschaft Dehmke. Zur Ursache gibt es derzeit keine Angaben. ​Im Video spricht eine Augenzeugin, wie sie den Hubschrauber-Unfall erlebt hat.

Unglücksstelle weiträumig abgesperrt

Die Absturzstelle liegt in der Nähe eines Waldgebiets, sagte ein Sprecher der Gemeinde Aerzen. Dort seien Brände ausgebrochen. Die Feuerwehr sei im Einsatz. Das Internationale  Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg ist etwa 30 Kilometer von der Absturzstelle entfernt. Das Gebiet um den verunglückten Hubschrauber ist weiträumig abgesperrt.

Gab es ein technischen Fehler an Bord?

Hubschrauber der Bundeswehr vom Typ Eurocopter EC135 abgestürzt
Ein Bundeswehr-Hubschrauber ist in Aerzen (Kreis Hameln-Pyrmont) abgestürzt.
© dpa

Die Bundeswehr bestätigte, dass es sich bei der havarierten Maschine um einen ihrer Schulungshubschrauber handelt. Es sei ein Helikopter vom Typ Eurocopter EC 135. Bei diesem Modell handelt es sich um einen leichten, zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber, wie er vor allem für Luftrettung und Überwachungsaufgaben eingesetzt wird.

Laut von der Leyen waren beide Piloten sehr erfahren und hatten jeweils über 450 Flugstunden absolviert. Sie waren dabei, eine Fortbildung zum Fluglehrer durchzuführen.

Vor einer Woche stürzten zwei Eurofighter der Bundeswehr ab

Erst in der vergangenen Woche waren in Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter-Kampfflieger der Bundeswehr zusammengestoßen und abgestürzt. Dabei war einer der beiden Piloten getötet, der andere verletzt worden.

Es war das schwerste Unglück der Bundeswehr in Deutschland seit vielen Jahren.