Auszahlung des Kindergeldbonus startet, Masken-Muffel werden stärker kontrolliert

Das ändert sich im September 2020 für Verbraucher

Familien sollen in der Corona-Krise mit dem Kindergeldbonus entlastet werden.
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01. September 2020 - 15:51 Uhr

Strengere Corona-Regeln und Kontrollen für Maskensünder

Auch im kommenden Monat ändert sich wieder einiges für Verbraucher. Eltern können sich im September über eine Finanzspritze freuen: Die erste Rate des Kindergeldbonus wird ausgezahlt. Gleichzeitig werden Maskensünder stärker kontrolliert. Zudem haben Bund und Länder neue Corona-Maßnahmen beschlossen, die in den kommenden Monaten gelten sollen. Wir haben alle Änderungen im September 2020 im Überblick.

Erste Rate des Kindergeldbonus wird ausgezahlt

Erfreuliche Nachrichten gibt es für Familien, denn im September wird die erste Rate des sogenannten Kindergeldbonus gezahlt, der im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets beschlossen wurde. 300 Euro pro Kind sollen Familien bekommen. Am 7. September beginnt die Familienkasse mit der Auszahlung der ersten 200 Euro, die zweite Rate von 100 Euro folgt im Oktober. Doch nicht alle werden das Geld gleichzeitig bekommen - entscheidend ist eine Nummer. Wer die erste Rate des Kindergeldbonus wann auf dem Konto hat, erfahren Sie hier.

Deutsche Bahn verdoppelt Maskenkontrollen in den Zügen

05.08.2020, Berlin: Mitarbeiter der DB Sicherheit und Beamte der Bundespolizei gehen durch einen Zug Richtung Neustrelitz und kontrollieren, ob die coronabedingte Maskenpflicht eingehalten wird. Foto: Annette Riedl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
In der Deutschen Bahn sollen die Maskenkontrollen verdoppelt werden.
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Zwar herrscht in Bus und Bahn eine allgemeine Maskenpflicht – trotzdem gibt es immer wieder Maskensünder, die sich an diese nicht halten wollen. Um dem entgegenzuwirken, will die Deutsche Bahn ab dem 1. September doppelt so viele Maskenkontrollen in Zügen durchführen wie zuvor. Unterstützt wird sie dabei von der Bundespolizei.

Bußgeld für Masken-Verweigerer in Sachsen geplant

Zum 1. September will auch Sachsen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 60 Euro einführen. Das kündigte Sozialministerin Petra Köpping nach der Kabinettssitzung in Dresden an. Grund sei, dass es viele Beschwerden gegeben habe, dass sich Teile der Bevölkerung nicht an das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr halten, sagte Köpping. Zudem würden Leute, die andere darauf hinweisen, nicht selten beleidigt und bedroht werden.

Wie hoch das Corona-Bußgeld für Maskenverweigerer derzeit in Ihrem Bundesland ist, erfahren Sie hier.

Lufthansa verschärft Masken-Regeln an Bord

Angesichts der Sorge über steigende Ansteckungszahlen verschärft auch die Lufthansa die Corona-Schutzanforderungen an ihre Passagiere: Ab dem 1. September müssen Fluggäste, die wegen eines ärztlichen Attests von der Maskenpflicht an Bord befreit sind, einen negativen Corona-Test vorlegen. Bei Reiseantritt darf dieser nicht älter als 48 Stunden sein, wie die Lufthansa mitteilte.

Lottospielen wird teurer

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Lotto-Spieler müssen ab September tiefer in die Tasche greifen.
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Wer sein Glück gerne beim Lottospielen herausfordert, muss ab dem 23. September tiefer in die Tasche greifen. Der Lottoschein des klassischen "6 aus 49" wird dann nämlich um 20 Cent teurer. Für die Ziehungen am Mittwoch und Samstag kostet er ab diesem Stichtag nicht mehr 1 Euro, sondern 1,20 Euro. Begleitet wird diese Preiserhöhung von einem neuen Gewinnplan: In der Gewinnklasse 2, auch als "Sechser im Lotto" bekannt, sollen in Zukunft mehr Millionenausschüttungen möglich sein.

Neues Waffengesetz – einige Waffen verboten

Zum 1. September tritt ein neues Waffenänderungsgesetz in Kraft. Gemäß diesem können Waffen ab dann nur noch gegen Vorlage der Identifikationsnummer des Nationalen Waffenregisters (NWR-ID) gekauft oder verkauft werden. Zugleich werden einige Waffen mit großen Magazinen verboten und die Sportschützen-Waffenbesitzkarte auf maximal zehn Waffen begrenzt.

Psychotherapie-Studium kommt

Bisher mussten Abiturienten, die sich zum Psychotherapeuten ausbilden lassen wollten, einen langen und teuren Weg auf sich nehmen. Zunächst mussten sie rund fünf Jahre lang Psychologie studieren und anschließend eine drei bis fünf Jahre lange Ausbildung zum "psychologischen Psychotherapeuten" absolvieren, die knapp 20.000 Euro kostet.

Ab dem 1. September tritt nun ein Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung in Kraft. Künftig können Abiturienten direkt ein Universitätsstudium der Psychotherapie beginnen. Dieses teilt sich in drei Jahre Bachelorstudium und zwei Jahre Masterstudium auf.