Prepaid-Zahlungen

Banken und Sparkassen stellen zwei bekannte Karten-Funktionen ein

Die Funktionen Geldkarte und girogo sind nicht mehr zeitgemäß.
Die Funktionen Geldkarte und girogo sind nicht mehr zeitgemäß.
© picture alliance, Weber/Eibner-Pressefoto

17. Januar 2022 - 10:19 Uhr

Die Idee war nicht schlecht: Cash bezahlen mit der Geldkarte statt mit Bargeld und weniger Münzen rumschleppen. Doch das Bezahlen im Alltag hat sich verändert, inzwischen kann man auch unkompliziert mit Smartphone & Co. an der Kasse zahlen und kommt auch sonst ziemlich gut ohne Bargeld aus. Deshalb stampfen Banken und Sparkassen jetzt die Geldkarte und die Prepaid-Bezahlfunktion girogo ein.

Geldkarte und girogo werden nicht mehr ausgestellt

Bereits seit dem 1. Juli 2020 werden nur noch Sparkassen- und Bankkarten ohne die Symbole für Geldkarte und girogo ausgestellt. "Bis Ende 2024 wird die Funktion vollständig eingestellt", erklärt der Sparkassenverband. Entsprechend ihrer Kartenlaufzeit werden bestehende Sparkassen-Cards schrittweise durch neue Karten ersetzt.

An Automaten und Terminals können Kunden mit dem Karten-Guthaben bis zum Ende der Gültigkeit ihrer Karte bezahlen. Maximal jedoch bis zum 31. Dezember 2024. Die Deutsche Kreditwirtschaft weist darauf hin, dass auf dem Chip geladene Prepaid-Guthaben einer girocard alternativ beim jeweiligen kartenausgebenden Kreditinstitut am Geldautomaten entladen werden kann.

Lese-Tipp: Wichtige Änderung beim Geldabheben oder Bezahlen im Ausland

Das Bezahlen mit der Geldkarte und girogo erforderte bisher ein vorheriges Aufladen mit Guthaben. Das Bezahlen im Internet war außerdem nur mit einem entsprechenden Lesegerät möglich. Offenbar zu umständlich für die meisten Kunden. Laut der Deutschen Kreditwirtschaft nutzen immer weniger Nutzer die Prepaid-Funktionen Geldkarte und girogo auf der Bankkarte und nutzen stattdessen neuere Bezahlverfahren wie beim kontaktlosen Bezahlen mit der girocard, Kreditkarte oder dem Smartphone. (aze)