Ägyptischer Tourismusminister kritisiert Auswärtiges Amt

Der ägyptische Tourismusminister Hisham Zaazou hat das Auswärtige Amt für seinen verschärften Sicherheitshinweis nach dem Anschlag im Badeort Taba kritisiert. Er wünsche sich, dass deutsche Vertreter zukünftig vor der Änderung ihrer Reisehinweise nach Ägypten kämen, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen, erklärte der Minister auf der Reisemesse ITB in Berlin.

In Taba hatte sich Mitte Februar ein Attentäter in einem Reisebus nahe der israelischen Grenze in die Luft gesprengt. Dabei waren drei südkoreanische Touristen und der ägyptische Busfahrer gestorben. Daraufhin warnte das Auswärtige Amt vor Reisen nach Taba und riet bald auch eindringlich von Reisen auf die gesamte Sinai-Halbinsel ab. Zaazou kritisierte vor allem, dass die Reaktion Deutschlands einen Schneeballeffekt ausgelöst habe. Andere europäische Staaten seien dem Auswärtigen Amt gefolgt.