Ägypten sucht Mubarak-Vermögen in der Schweiz

11. Februar 2016 - 12:12 Uhr

Ägypten hat die Suche nach dem in der Schweiz vermuteten Vermögen des gestürzten ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und von Vertretern der früheren Regierung auf den Weg gebracht. Ägypten habe ein Rechtshilfeersuchen "im Zusammenhang mit Vertretern der früheren Regierung" eingereicht, erklärte der Sprecher des für solche Anträge zuständigen Bundesamtes für Justiz. Das Bundesamt werde den Antrag formell prüfen und ihn dann an die zuständigen Behörden weiterleiten. Weitere Einzelheiten zu dem Gesuch aus Ägypten wollte er nicht nennen.

Die Schweizer Regierung hatte bereits in der vergangenen Woche Vermögen der Mubarak-Familie, von vier ehemaligen Ministern und des ehemaligen Organisationssekretärs der National-demokratischen Partei vorläufig gesperrt. Die Sperrung bedeutet auch, dass Banken und Vermögensverwalter melden müssen, wenn sie von entsprechenden Geldern wissen. Laut einer Statistik der Schweizerischen Nationalbank beliefen sich die ägyptischen Guthaben bei Schweizer Banken im Jahr 2009 auf 3,6 Milliarden Franken. Davon sind 1,2 Milliarden Franken unter der Rubrik Treuhandguthaben gebucht. Darunter versteht man Gelder, die die Banken für ihre Kunden angelegt haben.