Ägypten: Regierung geht gegen Mursi-Anhänger vor

13. Februar 2016 - 19:40 Uhr

Die ägyptische Übergangsregierung hat das Innenministerium dazu ermächtigt, zwei Protestcamps der Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi in Kairo zu räumen. Die Dauerproteste der Islamisten bei einer Moschee in der Vorstadt Nasr City sowie vor der Universität Kairo stellten eine "Gefahr" für die Öffentlichkeit dar, hieß es in dem Kabinettsbeschluss, der im staatlichen Fernsehen verlesen wurde.

Der Innenminister wurde aufgefordert, "alle nötigen Maßnahmen" zu ergreifen, um die beiden Protestcamps zu räumen. Zunächst war unklar, wann die Räumung über die Bühne gehen würde. Seit dem Sturz Mursis durch das Militär am 3. Juli lagern an den Schauplätzen der Dauerproteste Tausende Anhänger des islamistischen Ex-Präsidenten. Beobachter befürchten ein neues Blutvergießen, wenn die Polizei gewaltsam gegen diese Menschenansammlungen vorgeht.