Ägypten rechtfertigt Razzien

11. Februar 2016 - 12:10 Uhr

Die ägyptischen Justizbehörden haben die Razzien bei internationalen Institutionen einem Medienbericht zufolge mit Verstößen gegen ägyptisches Recht begründet. Die staatliche Tageszeitung 'Al-Ahram' berichtete unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Quelle aus dem Justizbereich, dass alle betroffenen Nichtregierungsorganisationen nicht pflichtgemäß registriert gewesen seien.

Sie hätten damit nicht die Genehmigung gehabt, in dem nordafrikanischen Land zu arbeiten. Es sei keine Organisation betroffen, die sich an das ägyptische Recht halte, hieß es. Die Razzien bei 17 ägyptischen und ausländischen Nichtregierungsorganisationen in Kairo, darunter auch das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), hatten weltweit scharfe Reaktionen ausgelöst. Vertreter der ägyptischen Demokratiebewegung warfen dem Militärrat Einschüchterungsversuche vor.