Der Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Innenminister Habib al-Adli ist am Samstag in Kairo nach einem handfesten Skandal vertagt worden. Polizisten und Zivilisten im Gerichtssaal deckten mit ihren Körpern den Gitterkäfig mit den insgesamt sieben Angeklagten ab, um sie vor den Blicken der Zuschauer zu verbergen. Angehörige von Opfern der Polizeigewalt während der Massenproteste im Januar und Februar empörten sich darüber. Es kam zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen beiden Seiten, worauf der Richter den vor einem Monat eröffneten Prozess am zweiten Sitzungstag auf den 26. Juni vertagte.