Unfälle durch „toten Winkel“

Lkw-Abbiegeassistenten fallen durch ADAC-Test

25. April 2019 - 11:47 Uhr

Systeme erfüllen laut ADAC nicht die Anforderungen

Die Abbiegeassistenten für Lkws sind laut dem ADAC nicht sicher genug. EU-Anforderungen, die ab 2022 gelten sollen, sind demnach bisher nicht umgesetzt. Es würde vor allem dann Probleme geben, wenn die Radfahrer hinter parkenden Autos oder anderen Hindernissen anrollen.

Lkw-Abbiegeassistenten erfüllen nur nationale Anforderungen

Der ADAC hat vier führende Assistenten getestet: im normalen Straßenverkehr und auf einem Testgelände. Dabei haben die Prüfer festgestellt, dass alle Systeme die Vorschriften auf Bundesebene erfüllen, aber nicht die Anforderungen auf internationaler Ebene, die ab 2022 gelten sollen. Welche Mängel es gibt, sehen sie im Video oben.

Der Club fordert jetzt den Bund auf, mehr Geld in sein Förderprogramm zu stecken, damit die Systeme schnell technisch verbessert werden können.

Jährlich sterben mehrere Radfahrer

Die Sensoren, die die Radfahrer im toten Winkel erkennen sollen, sind zurzeit noch keine Pflicht. Jährlich sterben im Schnitt 28 Radfahrer in so einer Situation, daher sollen die Sensoren bald Standard sein.

Ab 2022 müssen Lkws umgerüstet werden; auch andere Hightech-Fahrhilfen für Autos sind dann Pflicht, wie die EU-Kommission im März beschlossen hat. Dazu gehören zum Beispiel Systeme, die bei übermäßigem Alkoholkonsum den Start des Autos blockieren.