Stau-Gesamtlänge um zwei Drittel geschrumpft

Autobahnen wegen Corona-Maßnahmen "wie leergefegt"

Maßnahmen aufgrund Coronavirus Pandemie, leere Straßen am Zubringer zur A46 *** Coronavirus pandemic measures, empty ro
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26. März 2020 - 11:07 Uhr

Plötzlich reist es sich auf der Autobahn ganz entspannt

Wer in diesen Tagen auf der Autobahn unterwegs ist, reibt sich verwundert die Augen. Auf Strecken, auf denen sonst kaum ein Durchkommen ist, lässt es sich bequem reisen. Diesen Eindruck bestätigen Zahlen des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC). Dem Verkehrsclub zufolge sind die Autobahnen durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise "wie leergefegt". Innerhalb von rund zwei Wochen schrumpfte die Gesamtlänge der Staus um etwa zwei Drittel.

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Deutlich weniger Staus durch Coronavirus-Ausgangsbeschränkungen

Das Verkehrsaufkommen sei durch die Coronavirus-Ausgangsbeschränkungen massiv eingebrochen, teilte ein ADAC-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Schon in der vergangenen Woche, also noch vor den offiziellen Ausgangsbeschränkungen, registrierten die Verkehrsexperten einen deutlichen Rückgang. So wurden vor zwei Wochen – unter noch weitgehend normalen Umständen – gut 9.400 Staus mit einer Gesamtlänge von 14.500 Kilometer und einer Wartezeit von 4.350 Stunden registriert. In der vergangenen Woche dann gab es nur noch knapp 4.000 Staus mit einer Gesamtlänge von rund 4.900 Kilometern, in denen die Auto- und Lkw-Fahrer zusammengenommen etwa 1.370 Stunden ausharren mussten.

Dabei war im Laufe der Woche ein deutlicher Rückgang zu sehen. Während die ADAC-Experten am Montag und Dienstag noch 840 beziehungsweise 995 Staus zählten, waren es am Freitag – für gewöhnlich einer der staureichsten Wochentage – nur noch 396.

Dafür gibt's jetzt mehr Baustellen

Zugenommen haben laut ADAC indes die Autobahnbaustellen. In der laufenden Woche sind an den deutschen Fernstraßen 609 Baustellen eingerichtet. In der Vorwoche waren es noch 582 Baustellen.

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