Ackermann wirbt für Euro-Rettung

11. Februar 2016 - 14:10 Uhr

Die Rettung der pleitebedrohten Euroländer kommt Deutschland nach Überzeugung von Deutsche Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann günstiger als ein Auseinanderbrechen der Eurozone. "Die Kosten der Unterstützung schwacher Mitgliedstaaten sind auch und gerade aus der Sicht Deutschlands geringer als die Kosten der Desintegration", sagte Ackermann auf der Tagung 'Banken im Umbruch' in Frankfurt.

Dieses Urteil legten schon grobe Überschlagsrechnungen zu den deutschen Handelsverflechtungen und den Engagements der Finanzbranche in den Peripherie-Ländern nahe.

Noch entscheidender seien aber die möglichen politischen Folgekosten einer Desintegration. "Es ist eine gefährliche Illusion zu glauben, ein Land könnte sich besserstellen, wenn es sich an die EU abgegebene Souveränität zurückholt - sei es in der Geldpolitik, bei der Personenfreizügigkeit oder bei der Regulierung."