Verbraucherzentrale warnt

Achtung, Punkteklau! Betrüger räumen Payback-Konten leer

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor Payback-Betrügern.
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04. August 2020 - 7:34 Uhr

Payback-Sammler aufgepasst!

Bei jedem Einkauf bei Rewe, dm und Co. sammeln die Besitzer von Payback-Karten Punkte. Diese können später in Prämien oder Gutscheine eingetauscht werden. Nun warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen allerdings vor Betrügern, die die Punkte klauen und sich so selbst bereichern.

Diebe lösen Payback-Punkte selbst ein

Sie wollten kurz nachschauen, wie viele Payback-Punkte sie angesammelt haben und ob sich bereits ein Gutschein lohnt, aber plötzlich sind alle Punkte weg? So geht es derzeit vielen Punktesammlern, wie die Verbraucherzentrale in NRW berichtet. "In großer Zahl ärgern sie sich über verschwundene Punkte – oftmals im Wert von 50 oder 100 Euro, teilweise sogar weit darüber."

Die Punkte würden von den unbekannten Dieben vor allem bei Rewe eingelöst. Unklar ist jedoch, wie die Betrüger an die dafür nötigen Passwörter kommen. Laut der Verbraucherzentrale, die dazu im Austausch mit dem Unternehmen Payback selbst steht, seien schwache Passwörter oder das Öffnen von Phishing-Mails die wahrscheinlichsten Möglichkeiten, wie die Punkteklauer an die Daten der Geschädigten kommen.

Payback weist alle Schuld von sich

"PAYBACK hat keine Sicherheitslücke", zitiert die Verbraucherzentrale aus der Stellungnahme. Deshalb erstatte das Unternehmen "gestohlene Punkte leider nicht zurück". Kunden könnten sich nun vor allem schützen, wenn die Punkte noch da sind und diese einlösen. Am besten gegen Gutscheine im genauen Barwert – denn wie die Verbraucherzentrale ebenfalls erklärt, seien die Prämien im Paybackshop oftmals deutlich teurer als bei anderen Anbietern.

Generell sollten Verbraucher sich überlegen, ob sie ihre Daten für den vergleichsweise kleinen Rabatt von umgerechnet einem halben Prozent herausrücken wollen. Bei einem Punkt je 2 Euro Einkaufswert müssen Kunden für 100 Euro Rabatt für 20.000 Euro einkaufen.

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