Achtung: Polizei warnt vor gefälschten Email-Rechnungen von Telekom und Vodafone

Die Polizei warnt vor infizierten Email-Rechnungen.
© dpa, Z1003 Jens Büttner

07. Juli 2014 - 18:27 Uhr

Bisher schon Schaden von über 230.000 Euro

Die Internetkriminalität in Deutschland hat ein neues Rekordniveau erreicht. Allein im vergangenen Jahr stiegen die Cyber-Attacken, wie etwa Sabotage und Spionage, um 0,7 Prozent auf fast 64.500 Fälle. Allerdings konnten gerade mal ein Viertel dieser Taten aufgeklärt werden. Aktuell warnt die Polizei vor falschen Email-Rechnungen von Telefongesellschaften, mit denen Kontodaten ausspioniert werden sollen.

Im vergangenen Monat seien 29 entsprechende Fälle mit einem Gesamtschaden von über 230.000 Euro angezeigt worden, berichtete das Polizeipräsidium Darmstadt. Die Mails wirken so, als stammen sie von der Telekom oder Vodafone. Wird die angefügte Rechnung oder ein angegebener Link angeklickt, installiert sich eine Software, die Kontodaten übermittelt.

Kontodaten sollen ausspioniert werden

Die Cyberkriminellen haben dem Anschreiben eine Rechnungsanlage beigefügt, in der ein Banking-Trojaner eingebettet ist. Dabei spielt das im Anhang befindliche Dateiformat keine Rolle. Bei einer anderen Variante wird in der Email keine Anlage sondern lediglich ein Hyperlink eingebaut. Dieser startet nachdem er angeklickt wurde einen Downloadvorgang und installiert danach selbstständig die Schadsoftware.

Der Trojaner beinhaltet die Funktion zunächst Zugangsdaten zum Konto auszuspionieren. In einem zweiten Schritt wird das Opfer dann zu einer Sicherheitsabfrage mittels TAN aufgefordert, die vom Täter dann zu unautorisierten Überweisungen genutzt wird.

Die Polizei rät daher: Sollten Sie Emails erhalten, in denen Ihnen Leistungen in Rechnung gestellt werden, die Sie nicht bestellt haben, sollten Sie alarmiert sein. Für Rückfragen steht zudem die Fachberatung Cybercrime der Polizeilichen Beratungsstelle unter der Rufnummer 06151/969 4030 zur Verfügung.