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Achtung Kurzschluss-Gefahr! Volkswagen ruft 700 000 Autos zurück

Rückruf von VW Tiguan und Touran
VW ruft 700.000 Autos vom Typ Tiguan und Touran zurück. Im schlimmsten Fall könnte es zu einem Brand im Auto kommen. © Abdruck fuer Pressezwecke honorarfrei

Im schlimmsten Fall droht ein Brand im Auto

Eine Lichtleiste im Panoramadach ist Schuld: Volkswagen ruft weltweit knapp 700.000 Autos vom Typ Tiguan und Touran zurück - allein in Deutschland sind 52.500 Autos betroffen. In die verbaute Lichtleiste kann Feuchtigkeit eindringen und einen Kurzschluss auslösen, sagt ein VW-Sprecher. Im schlimmsten Fall können dadurch Schmorschäden oder sogar ein Brand im Auto entstehen. 

Was müssen Autofahrer jetzt wissen?

Betroffen sind laut VW alle Fahrzeuge der aktuellen Modellgeneration, die bis zum 5. Juli 2018 hergestellt wurden. Es geht um Autos, die mit großem Schiebedach und der Ambientebeleuchtung ausgestattet sind. Die Autobesitzer sollten sich bei VW melden und eine Reparatur der fehlerhaften Lichtleiste durchführen lassen. Bis dahin könne das Auto aber ganz normal weiterbenutzt werden. 

Erstes Zeichen eines Kurzschlusses sei, dass die sogenannte Ambientebeleuchtung ausfalle, sagte der Sprecher. Das sei ein Hinweis darauf, dass Feuchtigkeit in das Steuermodul einzudringen beginne. Sollten bereits erste braune Flecken zu sehen sein, sollten die Autobesitzer direkt zur nächsten Werkstatt fahren. Der Konzern arbeitet noch an einer Lösung, um das Problem zu beheben. Die Versuche sollten aber "kurzfristig" abgeschlossen sein, erklärte VW.

Rückruf auch bei Mercedes

Auch viele Mercedes-Fahrer müssen mit ihrem Wagen zurück in die Werkstatt. Europaweit müssen rund 690.000 Diesel wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung nachgebessert werden. In Deutschland sind laut Bundesverkehrsministerium 280.000 Fahrzeuge betroffen. 

Betroffen sind die Modelle Vito, bei dem das Kraftfahrt-Bundesamt schon zuvor eine unzulässige Abschalteinrichtung moniert hatte, aber auch C-, E- und S-Klasse-Modelle sowie die SUVs GLC, GLE und GLS. Daimler will betroffene Autohalter informieren.

Das Ministerium erläuterte, durch die eingebauten Einrichtungen könne es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten Stickoxid-Emissionen (NOx) kommen. Daimler muss die unzulässige Software entfernen. Der zunächst nur den Vito betreffende Rückruf wurde bereits am 3. August auf die anderen Fahrzeuge ausgedehnt. Der Konzern hält die beanstandeten Funktionen nicht für illegal und will deshalb eine rechtliche Klärung.


Quelle: DPA, RTL.de

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