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Acht Tote bei Selbstmordanschlag in Kamerun

Acht Tote bei Selbstmordanschlag in Kamerun

Boko Haram
Boko Haram Terroristen werfen sioch in Pose (Archivbild)

Selbstmordattentäterinnen mit Sprengstoffgürteln

Zwei Selbstmordattentäterinnen haben im Norden Kameruns sechs Menschen mit sich in den Tod gerissen. Die Bomben seien in der Kleinstadt Waza im Bundesstaat Far North Region detoniert, sagte ein Befehlshaber der Armee. Eine dritte Täterin sei von Soldaten getötet worden, bevor sie ihren Sprengstoffgürtel zünden konnte. Die Tat erinnerte an frühere Anschläge der islamistischen Terrororganisation Boko Haram. Die sunnitischen Fundamentalisten terrorisieren den Nordosten Nigerias und die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer Kamerun, Niger und Tschad. Bei Anschlägen der Gruppe wurden seit 2009 mindestens 14.000 Menschen getötet.

Zuvor waren rund 100 Mitglieder der Terrorgruppe festgenommen und mehr als 900 Geiseln befreit worden. Das teilte Verteidigungsminister Joseph Beti Assomo mit. Der Einsatz zur Terrorismusbekämpfung habe letzte Woche über drei Tage in der Kameruner Grenzregion zu Nigeria stattgefunden. "Erhebliche Mengen" Waffen und Munition seien ebenfalls beschlagnahmt worden, sagte Assomo.