Abzocke von Touristen im Urlaubsland: Vorsicht vor Time-Sharing-Verträgen

04. April 2017 - 13:17 Uhr

Lassen Sie sich von Time-Sharing-Verträgen nicht täuschen

Der Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Zumindest dann, wenn alles so läuft, wie man es sich ausgemalt hat. Doch nicht selten wird man im Urlaub selbst von Betrügern angelockt und getäuscht. Welche Maschen die Betrüger dabei anwenden und wie Sie sich wehren können, erklären wir Ihnen hier.

Raffinierte Taschendiebe und Hütchenspieler sind mittlerweile den meisten bekannt. Doch die Gauner entwickeln immer wieder neue Methoden, um unbedarfte und vorsichtige Touristen abzuzocken. Hier sind die fünf aktuellsten Tricks der Trickbetrüger:

Falscher Urlaubstraum

Ein Trend auf dem Urlaubsmarkt ist derzeit das so genannte Time-Sharing für Mietobjekte. Gegen einen Mitgliedsbeitrag darf jeder Anteilseigner für einen bestimmten Zeitraum in einer schönen Anlage Urlaub machen. Hierfür haben sich an vielen Urlaubsorten professionelle und seriöse Haustauschringe gebildet. Blöd nur, dass dieses Konzept auch bei Verbrechern Schule gemacht hat. So werden oft Immobilien angeboten und Beiträge abkassiert, obwohl die Objekte in Wahrheit gar nicht existieren - oder zumindest nicht der angekündigten Ausstattung entsprechen. Für Urlauber gilt: Immer extern abklären lassen, ob die jeweilige Time-Sharing-Agentur auch seriös ist. Und was Sie tun sollten, wenn Sie schon auf diesen trick reingefallen sind, zeigen wir Ihnen im Video.

Fingierte Geschwindigkeitskontrolle

Der Trick der Betrüger: Vor allem in Osteuropa nutzen Gauner die Obrigkeitshörigkeit deutscher Touristen aus - und verkleiden sich kurzerhand als Ordnungshüter. Wenn man dann von der Polizei angehalten wird, ist noch längst nicht sicher, ob es sich wirklich um echte Polizisten handelt. So fordern verkleidete Ordnungshüter oft unberechtigte Strafen.

Diesbezüglich warnt der ADAC davor, dass Geldstrafen wegen Verkehrsverstößen in vielen Ländern nie direkt an die Kontrolleure gezahlt werden dürfen, sondern allenfalls auf der nächsten Polizeidienststelle. Reisende sollten sich stets die Kennnummer des Polizisten an der Uniform sowie dessen Namen notieren und bei der nächsten Dienststelle melden.

Falsche Bettler

Nicht selten werfen sich in manchen Ländern Einheimische auf den Boden oder zitternde Frauen halten Urlaubern wimmernd einen Zettel hin, auf dem eine tragische Geschichte vermerkt ist. Wahr ist das nur selten.

Andere Ganoven stellen sich als Landsleute vor und berichten, dass ihnen ihr gesamtes Geld sowie die Ausweispapiere gestohlen wurden. Die vermeintlichen Opfer bitten um etwas Bargeld für die Rückreise. Eine Rückzahlung in Deutschland stellen sie als "selbstverständlich" in Aussicht - doch sehen werden die großzügigen Geldverleiher keinen Cent. Wer Gutes tun will sollte sich vor Ort bei entsprechenden Organisationen erkundigen.

Weitere Betrüger-Tricks

Ein Gelaendewagen der Marke Land Rover Defender tankt am 27.11.2010 in Palmwag im Norden Namibias. Foto: Tom Schulze
Unterwegs im Damaraland in Namibia.
© picture alliance / dpa-Zentralbi, Thomas Schulze

Gefahr an der Tankstelle

Der Trick der Betrüger: Tank-Kunden, die am Schalter bezahlen, wird weiß gemacht, sie hätten zu wenig Geld gegeben. Wenn der Kunde nicht hinsieht, lassen betrügerische Verkäufer nämlich schnell mal einen Geldschein unterm Ladentisch verschwinden. Weitere Gefahren: Oft versprechen in südlichen Ländern bunte Werbetafeln billigen Sprit. Doch an der Zapfsäule ist, klein gedruckt, ein anderer Preis angeschlagen. Touristen sollten die Preise deshalb genau überprüfen und im Zweifelsfall nachfragen. Auch wird an der Tankstelle gerne mal gestrecktes Benzin eingefüllt oder für bestimmte Dienste wie Scheiben putzen irgendeine seltsame Zusatzgebühr erhoben. Touristen sollten deshalb selbst tanken oder den Tankwart bei seiner Arbeit aus nächster Nähe beobachten.

Manipulierter Geldautomat

Mittlerweile sind schon viele Betrugsfälle an Bankautomaten bekannt geworden. Da ist Vorsicht mehr als angebracht. Auch, weil die Methoden der Gauner immer raffinierter werden. Mittlerweile sind lediglich zwei illegale Hilfsmittel zum Betrug notwendig: Ein kleiner EC-Kartenleser liest den Magnetstreifen der Karte aus, eine Videoleiste zeichnet Ihre PIN-Eingabe auf. Nur das Versteck der Betrugsgeräte variiert. Ein Rauchmelder oder eine Wanduhr können Tarnung für die Betrügertechnik sein. Also halten Sie die Augen offen.