UN-Klimakonferenz startet in Polen

Absurde Abrodung von Amazonas-Regenwald - in der Größe von einer Million Fußballfeldern

03. Dezember 2018 - 17:51 Uhr

UN-Klimakonferenz startet in Polen

​Begleitet von Warnungen vor einer massiven Erderhitzung startet in Polen der 24. UN-Klimagipfel. Vertreter aus knapp 200 Staaten verhandeln in Kattowitz zwei Wochen lang darüber, wie die Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz von 2015 durch klare Regeln zur Umsetzung ergänzt werden müssen.

Plan: Erderwärmung auf unter 2 Grad zu senken

Die Pariser Klimakonferenz - ein viel genanntes Stichwort, wenn es um die Themen Klima und Erderwärmung geht. In der französischen Hauptstadt war beschlossen worden, die Erderwärmung auf unter 2 Grad, möglichst sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die bisher weltweit zugesagten Maßnahmen zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase reichen dazu aber bei Weitem nicht aus.

Bereits am Sonntag kamen in Kattowitz Klima-Diplomaten zu einer ersten Plenumssitzung zusammen. Vereinbarungen liefern, "nach denen wir alle streben", das sei das Ziel der Konferenz, sagte Polens Vize-Umweltminister Michal Kurtyka.

Bei den Bemühungen zur Verhinderung einer Überhitzung der Welt geht es im Kern darum, möglichst bald und vollständig die Freisetzung von Treibhausgasen zu stoppen. Die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, bei der Kohlendioxid frei wird, steht dabei im Mittelpunkt - genauso wie die Abrodung von Regenwäldern. Besorgniserregende News zum Amazonas sehen Sie im Video.

"Jeder soll wissen, was er zu tun hat"

Die deutsche Umweltministerin Schulze setzt auf Fortschritte in Kattowitz: "Jeder soll nach dieser Konferenz wissen, was er zu tun hat, wie er Fortschritte beim Klimaschutz misst und transparent macht. Und jeder soll nachvollziehen können, was der andere tut." So entstehe Verbindlichkeit. Ihre Mahnung richtet sie offenbar auch gen USA.

Das Land hat sich als einer der größten Verursacher von Treibhausgasen aus dem Pariser Abkommen zurückgezogen. Beim G20-Gipfel in Buenos Aires stand US-Präsident Donald Trump damit weiter isoliert da.

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Von 184 Ländern lägen nur 17 im Plan

Auch Entwicklungsminister Müller warnte davor, die Augen vor der Erderwärmung zu verschließen. An die Konferenz hat er große Erwartungen: "Der Klimaschutz ist die Überlebensfrage der Menschheit. Kattowitz muss eine klare Trendwende bringen. Dort müssen die Entscheidungen dafür getroffen werden, das Paris-Abkommen verbindlich umzusetzen." Er finde es enttäuschend, dass von 184 Ländern nur 17 im Plan liegen und auch Deutschland hinter den eigenen Zielen zurückliegt. Doch die Bundesrepublik werde ehrgeizig aufholen und vorangehen.

Deutschland hat angekündigt, seinen jährlichen Beitrag zum Grünen Klimafonds der Vereinten Nationen ab 2019 auf 1,5 Milliarden Euro zu verdoppeln. In den Fonds zahlen wohlhabendere Länder ein, finanziert werden Klimaschutzprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Quelle: DPA/RTL.de