Beschluss des Bundesrats

Abschuss von Wölfen nach Nutztier-Rissen wird leichter

Ein Europäischer Wolf. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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14. Februar 2020 - 14:12 Uhr

Jeder Abschuss von Wölfen muss einzeln genehmigt werden

Wölfe können künftig nach Angriffen auf Nutztiere leichter abgeschossen werden. Der Bundesrat stimmte einer neuen Regelung zu, die den Abschuss auch dann erlaubt, wenn nicht klar ist, welches Raubtier genau etwa Schafe gerissen hat. Das gilt so lange, bis es keine weiteren Schäden mehr gibt.

Das Naturschutzgesetz wird zudem so umformuliert, dass auch Schäden bei Hobbytierhaltern die Jagd auf Wölfe rechtfertigen. Es bleibt aber dabei, dass jeder Abschuss einzeln genehmigt werden muss, denn Wölfe sind in Deutschland streng geschützt.

Füttern von Wölfen ist ausdrücklich verboten

ARCHIV - 28.10.2009, Bayern, Neuschönau: Ein Wolf (Canis lupus), aufgenommen im Tier-Freigelände im Nationalpark Bayerischer Wald.(zu dpa "Bundesumweltministerin Schulze will Abschuss von Wölfen erleichtern" vom 03.03.2019) Foto: Patrick Pleul/dpa-Ze
Seit der Jahrtausendwende gibt es wieder Wölfe in Deutschland, die sich ausbreiten und in manchen Regionen stark vermehren.
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Über den Kompromiss hatte die große Koalition lange gestritten. Vor allem Unionspolitiker pochten darauf, auch den vorsorglichen Abschuss zu ermöglichen, wenn noch kein Schaden entstanden ist.

Seit der Jahrtausendwende gibt es wieder Wölfe in Deutschland, die sich ausbreiten und in manchen Regionen stark vermehren. Das Füttern und Anlocken von Wölfen wird nun ausdrücklich verboten und der Abschuss von Mischlingen aus Wölfen und Hunden in der freien Natur erlaubt.

Jagdverband spricht von "Schritt in die richtige Richtung"

Der Deutsche Jagdverband nannte den Beschluss "einen ersten Schritt in die richtige Richtung", es müssten aber weitere Schritte folgen. Der Verband fordert unter anderem "Wolfausschlussareale", also wolfsfreie Zonen, auf Deichen oder in urbanen Gebieten.


Quelle: DPA