Abschiedstour: Obama landet zum letzten Mal als US-Präsident in Berlin

18. November 2016 - 14:44 Uhr

Rede in Athen: Leidenschaftliches Bekenntnis zur Demokratie

Barack Obama ist am Mittwochabend zu seinem letzten Besuch als US-Präsident in Berlin gelandet. Auf seinem Terminplan: Ein Essen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), am Donnerstag ein Arbeitstreffen mit Merkel im Kanzleramt und am Freitag Gespräche mit anderen europäischen Regierungschefs. Zuvor hatte Obama in Athen ein flammendes Plädoyer für die Demokratie gehalten.

Die Rede kann man als sein Vermächtnis bezeichnen. Sicherlich ist es kein Zufall, dass er die einzige Rede in der griechischen Hauptstadt Athen gehalten hat - der Wiege der Demokratie. "Der nächste Präsident der USA und ich könnten nicht unterschiedlicher sein. Aber: Demokratie in Amerika ist größer als jede Einzelperson", erklärte der scheidende US-Präsident.

Er sei sich sicher, dass das schon 70 Jahre bestehende, transatlantische Bündnis weiter bestehen werde. "Und auch, dass unser Schwur gilt - unsere Verbündeten zu verteidigen", so Obama. Dazu zählt er insbesondere Deutschland und die Kanzlerin. Angela Merkel hatte er vor Beginn seiner Reise als "engste internationale Verbündete" bezeichnet.

Wenn er am Donnerstag ins Kanzleramt geht und sich zunächst mit Kanzlerin Angela Merkel, tags darauf dann mit vier weiteren Staats- und Regierungschefs aus Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien trifft,wird Obama seine europäischen Verbündeten beruhigen müssen. Sie werden von ihm, der als einziger schon unter vier Augen mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump gesprochen hat, mehr hören wollen über das Phänomen Trump. Viele wünschen sich dabei, es wäre nicht Obamas letzter Besuch als US-Präsident in Berlin.