"Abschiedsbrief in Wir-Form verfasst" - Familientragödie vor Kölner Krankenhaus

08. März 2016 - 12:09 Uhr

Wusste die Frau von den Suizid-Absichten ihres Mannes?

Ein 59-Jähriger erschießt vor dem Kölner St. Franziskus-Hospital erst seine Frau und dann sich selbst. "Wir haben bei ihm einen Abschiedsbrief gefunden, der in der Wir-Form verfasst wurde", sagt Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer im Gespräch mit RTL Next. Er und seine Ermittlungskollegen gehen davon aus, dass die Tat einvernehmlich beschlossen wurde. "Es ist eine menschliche Tragödie."

"Abschiedsbrief in Wir-Form verfasst" - Familientragödie vor Kölner Krankenhaus
Vor diesem Krankenhaus in Köln-Ehrenfeld ereignete sich die Familientragödie.
© dpa, Maja Hitij

Laut 'Bild'-Zeitung erkrankte die Frau vor vier Jahren an Leukämie. Sie musste stationär im St. Franziskus-Hospital behandelt werden. Auch ihr Mann soll gesundheitliche Probleme gehabt haben. Es ist von mehreren Schlaganfällen die Rede.

Ob die Frau wirklich von den Suizid-Absichten ihres Mannes wusste oder nicht, werde man aber wohl nie ganz aufklären können, so Oberstaatsanwalt Bremer weiter. Fest steht nur, dass es keine Hinweise auf die Beteiligung einer anderen Person in die schreckliche Tat gebe.

Als die Rettungskräfte im Innenhof des Krankenhauses im Kölner Stadtteil Ehrenfeld eintrafen, war der Mann bereits tot. Die Frau lag schwer verletzt daneben, konnte aber vom Notarzt nicht mehr gerettet werden.