Abschied von der Formel 1: Fernando Alonso fährt in Abu Dhabi sein letztes Rennen

Feierten 2001 ihr Debüt in der Formel 1: Kimi Räikkönen, Juan Pablo Montoya und Fernando Alonso (von links nach rechts)
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20. November 2018 - 18:50 Uhr

Time to say Goodbye

Das letzte Rennen einer Saison bedeutet immer auch Abschied nehmen: Diesmal von Fernando Alonso, der die Königsklasse verlässt, von Daniel Ricciardo in Blau sowie von Kimi Räikkönen in Rot.

Alonso: Abschied nach "17 glücklichen Jahren in der Formel 1"

2018 Brazilian GP AUToDROMO JOSe CARLOS PACE, BRAZIL - NOVEMBER 09: Fernando Alonso, McLaren during the Brazilian GP at Autodromo Jose Carlos Pace on November 09, 2018 in Autodromo Jose Carlos Pace, Brazil. (Photo by Steven Tee / LAT Images) Images)
Fernando Alonso sagt der Formel 1 in Abu Dhabi "Auf Wiedersehen"
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Für Fernando Alonso fällt am Wochenende der letzte Vorhang. Das 314. Formel-1-Rennen wird für den 37-Jährigen gleichzeitig das letzte sein. "Abu Dhabi wird sicher ein sehr emotionales Rennen für mich", sagte der Spanier, der im kommenden Jahr in der Langstrecken-WM und in der IndyCar-Serie unterwegs sein wird. "Es wird das Ende von 17 glücklichen Jahren in der Formel 1 sein."

Die Zeit für eine Veränderung sei gekommen, so der McLaren-Pilot, "aber ich hoffe, die Saison und damit auch meine Formel-1-Karriere mit einer guten Leistung beenden zu können". Er sei froh, dass seine Partnerschaft mit McLaren weitergehen wird mit den Indy 500, und es gebe weitere neue Herausforderungen, die man zusammen angehen will. "Es kommen sehr spannende Projekte, und ich bin begeistert von dem, was die Zukunft bringen wird", so der zweimalige Weltmeister, der den Gewinn der Triple Crown (Siege beim Monaco-GP, bei den 24 Stunden von Le Mans und bei den Indy 500) anpeilt. Dazu fehlt ihm noch der Triumph bei den 500 Meilen von Indianapolis.

Ricciardo würde gerne "ein bisschen falschen Champagner verspritzen"

Daniel Ricciardo
So würde sich Daniel Ricciardo am liebsten in Abu Dhabi sehen
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Abschiedsstimmung kommt auch bei Daniel Ricciardo auf, auch wenn der Australier 'nur' Red Bull und nicht gleich die Formel 1 verlässt. "Das Rennen markiert das Ende von fünf Jahren mit dem Team und zehn Jahren mit Red Bull. Ich bin mir sicher, es wird emotional, speziell, wenn ich zum letzten Mal über die Ziellinie fahre", sagte der Australier, der im kommenden Jahr für Renault starten wird. Ricciardo hofft, "dass ich am Sonntag ein bisschen falschen Champagner verspritzen kann. Das würde zu meinem Abschied passen."

Bei der Pechsträhne, die den 29-Jährigen in dieser Saison verfolgt, wäre es fast schon ein Wunder, wenn er in seinem Auto in Abu Dhabi (Sonntag, 14 Uhr live bei RTL oder online im RTL-Live-Stream bei TVNOW.de und in der TV NOW App) die Zielflagge sehen würde - von einem Platz auf dem Podium ganz zu schweigen. Achtmal fiel er aus, in zwei der letzten drei Rennen ereilte den "Honigdachs" das vorzeitige Aus. In Austin war Ricciardo so sauer, dass er ein Loch in die Wand des Teamraums schlug. 

Räikkönen is coming home

SAO PAULO, BRAZIL - OCTOBER 21:  Kimi Raikkonen of Finland and Ferrari celebrates on the podium after winning the race and the F1 World Championship at the Brazilian Formula One Grand Prix at the Autodromo Interlagos on October 21, 2007 in Sao Paulo,
2007 war Kimi-Jahr: Weltmeister mit Ferrari
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"Arrivederci" sagt auch Kimi Räikkönen, der nach insgesamt acht Jahren bei Ferrari zu Sauber und damit 'back to the roots' geht. Der Finne kommt im doppelten Sinne nach Hause: Bei den Schweizern begann vor 17 Jahren seine Formel-1-Karriere, zudem ist das Werk seines neuen Arbeitgebers gerade einmal 40 Minuten vom Haus des 39-Jährigen entfernt.

"Meine Familie wird glücklich sein, ich werde glücklich mit meiner Familie sein", hatte Räikkönen bei der Vertragsunterzeichnung bei Sauber gesagt - eine typische win-win-Situation also. Frau Minttu und die beiden Kinder müssen nach dem letzten Rennen des Jahres allerdings noch ein bisschen auf den Familienvater warten, denn für Räikkönen geht die Show in Abu Dhabi zwei Tage lang weiter. Er wird bei Tests sein Comeback in einem Sauber-Boliden geben.

Ocon nimmt sich eine Auszeit

Neben Alonso gibt es beim Saisonfinale drei weitere Fahrer, die ihr vorerst oder vielleicht für immer letztes Formel-1-Rennen bestreiten. Esteban Ocon, nach seinem Rempler gegen Max Verstappen in Sao Paulo noch einmal in aller Munde, wird wahrscheinlich eine einjährige Auszeit nehmen. Stoffel Vandoorne geht im nächsten Jahr in der Formel E an den Start, Magnus Ericsson fährt 2019 in der IndyCar-Serie.