Nach Transportunfall auf der A5 wieder aufgepäppelt

Abschied naht! Weiße Löwin Lea zeigt sich ihren Fans

21. Oktober 2020 - 16:44 Uhr

Löwenbaby kann Pfalz in Richtung Spanien verlassen

Jetzt heißt es "Adios, Lea". Das weiße Löwenbaby kann die Pfalz nach sechswöchiger Pflege in einem Reptilienzoo verlassen. Es war nach einem Transporterunfall auf der A5 in einer Holzkiste gefunden worden. Und schon bald geht die kleine Raubkatze auf eine große Reise. Lea soll nämlich in einem Privatzoo bei Barcelona untergebracht werden.

Der Abtransport in Richtung Spanien kann starten

"Alle Dokumente für eine rechtskonforme Reise liegen jetzt vor", sagte Landrat Dietmar Seefeldt vom Landkreis Südliche Weinstraße am Mittwoch in Landau. Das aus einer slowakischen Zucht für Großkatzen stammende Tier werde in einem Privatzoo bei Barcelona erwartet. "Ich habe Bilder und Videos von dem Zoo gesehen und mit dem Betreiber telefoniert. Lea erwartet eine artgerechte Haltung, der Betreiber hat einen sehr liebevollen Umgang mit den Tieren", sagte Seefeldt.

Nach Unfall auf A5: Transport war wohl legal

Lea war nach einem Auffahrunfall am 8. September auf der A5 in Baden-Württemberg zwischen Mannheim und Karlsruhe in einem der beteiligten Fahrzeuge gefunden worden. Die Löwin kam danach in dem Zoo in Landau unter. Der Transport aus der Slowakei war Behörden zufolge legal.

„Es wird Zeit, dass sie zu Artgenossen kommt“

Reptilienzoo-Geschäftsführer Uwe Wünstel zufolge war die Aufnahme des Tieres durchaus eine Herausforderung, da der Tierpark keine Erfahrung mit Löwenbabys hatte. Mittlerweile wiege die Großkatze 19 Kilogramm und fresse 1.100 bis 1.500 Gramm Fleisch am Tag. "Es wird Zeit, dass sie zu Artgenossen kommt und zum Beispiel die löwische Sprache lernt", sagte Wünstel. In Landau habe Lea zuletzt wiederholt das Hundebellen nachgeahmt.