Abiturient übergibt sich im Streifenwagen – und schickt der Polizei eine beeindruckende Entschuldigung

07. Mai 2018 - 16:00 Uhr

Sowas erlebt die Polizei auch nicht jeden Tag - Respekt!

Wie so oft, war wahrscheinlich wieder das letzte Bier schlecht: Nach einem Besuch auf dem Stuttgarter 'Wasen'-Frühlingsfest konnte ein Abiturient seinen Mageninhalt einfach nicht mehr bei sich behalten. Unglücklicherweise kam es ausgerechnet auf der Rückbank eines Streifenwagens zur ungeplanten Entleerung. Da ihm der Fauxpas ehrlich leid tat, schrieb er später eine schriftliche Entschuldigung – und die kam bei der Polizei Stuttgart richtig gut an!

"Hoffentlich nicht bis bald!"

"Sehr geehrte diensthabende Polizisten der Wasenwache zwischen 20.15 und 20.45 Uhr Anfang Mai, zuerst einmal möchte ich mich zutiefst bei Ihnen für das Entleeren meines Mageninhalts in Ihr Polizeifahrzeug entschuldigen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie unangenehm das für Sie sein muss und hoffe, dass es keine allzu großen Umstände, abseits der Reinigung, bereitet." So beginnt das Schreiben, dass die Polizei Stuttgart jetzt auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht hat. Beamte hatten ihn vor einem Festzelt liegend gefunden und sich entschieden, ihn auf die Wache zu bringen, als es zu dem hochprozentigen Malheur kam.

Der erste Festbesucher, dem das passiert, dürfte er wohl nicht sein. Aber von seiner ehrlichen Entschuldigung waren die Beamten tief gerührt und total begeistert. Anscheinend stehen volltrunkene 'Wasen'-Besucher viel zu selten für ihre Alkohol-Ausrutscher gerade. Ausdrücklich bedankte sich der Abiturient für die "freundliche, fürsorgliche und hilfsbereite Art", in der mit ihm umgegangen wurde. Außerdem wünschte er den Beamten ein "möglichst ruhiges und komplikationsfreies Fest, aber vor allem weniger Menschen wie mich". Damit zeigte der junge Mann Selbstkritik par excellence.

Dass der Abiturient mit dem schlechten Gewissen sich zu einer Entschuldigung durchringen konnte, quittierten die begeisterten Beamten auf Facebook mit: "Hut ab!". Das Gewissen des Abiturienten dürfte damit hoffentlich wieder bereinigt sein. Dass jedoch kein Wiederholungsbedarf an einer Fahrt in der Polizei-Streife besteht, machte er zum Schluss seiner Mail klar: "Hoffentlich nicht bis bald!"