Abi-Streich in Köln eskaliert: Verletzte bei Straßenschlacht

In der Nacht ist die Situation völlig eskaliert: Verletzte, Festnahmen.
In der Nacht ist die Situation völlig eskaliert: Verletzte, Festnahmen.

23. März 2013 - 9:33 Uhr

'Krieg der Schulen'

Mehrere Verletzte, Rauchbomben, Säureattacken: In Köln ist aus harmlosen Abiturfeiern eine Art Straßenkrieg geworden. In der Nacht ist die Situation völlig eskaliert.

Ein demolierter Teppich nach einem Buttersäure-Anschlag, überall Reste von Ketchup-, Eier- und Luftballon-Bomben - so offenbar sehen Abi-Streiche im Jahr 2013 aus. Was die Schüler hinterlassen, ähnelt einem Schlachtfeld. "Wir haben zahlreiche Attacken auf unsere Schule erlebt mit zum Teil drei oder vier Schulen, die sich zusammengeschlossen haben. Man hat im Extremfall das Tor aus den Angeln gehoben, ist gewaltsam eingedrungen aufs Gelände, hat mit Farbeimern geschmissen, mit Eiern, mit Wasserbomben und mit Böllern", berichtet Harald Junge, Schulleiter des Humboldt-Gymnasiums in Köln.

In einem Internet-Video riefen Schüler des Humboldt-Gymnasiums als 'Kölsch Kraat Kommando' zum 'Krieg der Schulen' auf, und dabei wirken sie kaum wie fröhliche Jugendliche, die das Ende ihrer Schulzeit feiern, sondern eher wie ein Hooligan-Trupp, der Krawall möchte.

Am Abend stehen sich Gruppen mehrerer Schulen gegenüber. Knallkörper explodieren, drei Polizisten werden verletzt. 13 Strafanzeigen und Schäden in Höhe von rund 40.000 Euro: Das ist die Bilanz der Abi-Motto-Woche in Köln. Solche Ausmaße haben mit lustigen Abi-Streichen wahrlich nichts mehr zu tun.