Corona-Stress vor Abi-Prüfungen

Abiturient klagt an: "Keiner wusste, wie die Prüfungen überhaupt stattfinden sollen“

11. März 2021 - 15:28 Uhr

Viele Schüler sind in Sorge, dass sie Inhalte verpasst haben

Bald geht das große Abitur-Zittern für viele Schüler los, ab dem 23. April werden die Klausuren geschrieben. Klar ist: Wer nicht ohnehin ein Überflieger ist, hat es in Corona-Zeiten besonders schwer. Die Schüler mussten größtenteils in Eigenregie lernen und viele haben Sorge, Inhalte verpasst zu haben. "Bis vor drei bis vier Wochen war es ja auch so, dass keiner wusste, wie die Prüfungen überhaupt stattfinden sollen", klagt der Berliner Abiturient Richard Gamp. Immerhin gibt es aber bei den Prüfungen in diesem Corona-Jahrgang ein paar Lockerungen.

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Natürlich bleiben die Inhalte gleichwertig und niemand muss Angst haben, dass er ein "Corona-Abitur" macht, das vielleicht weniger anerkannt ist. Einige Erleichterungen soll es dennoch geben, um die besonderen Umstände etwas auszubügeln. Immerhin haben die Schüler sich die umfangreichen Inhalte größtenteils zu Hause und mit viel weniger Betreuung beigebracht. Die Kultusminister der Bundesländer haben daher im Januar dieses Jahres für´s Abitur 2021 beschlossen:

Es gibt ein bisschen mehr Spielraum bei den sonst so strengen Prüfungsregeln. Schulen können die Prüfungstermine nach hinten verschieben, um etwas mehr Zeit zum Lernen zu ermöglichen. Sie können die Zeit für Prüfungen um 30 Minuten verlängern und sie können mehr unterschiedliche Prüfungsaufgaben anbieten, damit sich die Schüler ein Thema aussuchen können, auf das sie sich gut vorbereitet haben. Zusätzlich können die Schulen entscheiden, in der Zeit vor dem Abitur weniger Klassenarbeiten zu schreiben. Schüler Richard Gamp und alle vom Abitur-Stress gebeutelten Schüler wird es sicher freuen, dass man ihnen entgegenkommt. Die Prüfung selbst werden sie trotz Corona Pandemie immer noch alleine bewältigen müssen.

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