"Notfalls muss man das Abi absagen!"

GEW-Forderung sorgt in Hessen für Kritik

06. April 2021 - 17:50 Uhr

Prüfungsausfall wegen Corona?

Schon 2020 gab es die Diskussion rund ums Abitur und in diesem Jahr geht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sogar noch weiter: Die Bildungsgewerkschaft fordert, die Abiturprüfungen 2021 wegen der Corona-Pandemie notfalls ganz ausfallen zu lassen. Wie sich die GEW das vorstellt und warum diese Idee bei vielen gar nicht gut ankommt – im Video.

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Verband Bildung und Erziehung: "Schüler trotz Pandemie gut auf Abitur vorbereitet"

"Es wird überall eine Gratwanderung sein und sehr vom regionalen Infektionsverlauf gerade auch unter den Kindern und Jugendlichen abhängen", bestätigt auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek die schwierige Lage, in der sich Deutschlands Abschluss-Jahrgänge befinden. Jedoch sei ein kompletter Ausfall des Abiturs aus ihrer Sicht und der des Deutschen Lehrerverbandes nicht denkbar.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte vorgeschlagen, die Leistungen aus dem Unterricht zur Grundlage der Notengebung zu machen. Sollten Prüfungen pandemiebedingt ausfallen, müssten die Abiture trotzdem von den Bundesländern gegenseitig anerkannt werden.
Der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, hält gegen den Vorschlag und betont, dass sich die Schüler hätten trotz Pandemie sehr intensiv auf die Prüfungen vorbereitet hätten. "Das muss wertgeschätzt werden." Er plädierte dafür, allenfalls die Verschiebung von Prüfungen zu erwägen, die Aufgabenpools zu erweitern und die Prüfungsräume coronasicher zu gestalten.

Autor TV-Beitrag: Benjamin Holler – schaut mit seinem 2,6er-Abi ein wenig neidisch auf die Abinote des Kultusministers: 1,0.

Landesschülervertretung in Hessen wehrt sich gegen Abi-Ausfall