Abgetrennter Arm von Schwimmer nach Motorbootunfall gefunden

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/archivbild
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02. Juli 2020 - 14:52 Uhr

Eine Woche nach einem Bootsunfall bei Neubrandenburg, bei dem ein Schwimmer schwer verletzt wurde, hat die Polizei den abgetrennten Arm des Mannes gefunden. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei sagte, entdeckten Taucher den Arm am Donnerstag im Tollensesee, etwa 100 Meter vom Ufer bei Klein Nemerow entfernt in zwei Meter Tiefe.

In dem Fall ermittelt die Polizei weiter wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung gegen den Bootsführer. Das Motorboot hatte den Schwimmer am 25. Juni abends bei Klein Nemerow etwa 200 Meter vom Ufer entfernt mit der Schiffsschraube erfasst. Dabei wurde dem 48 Jahre alten Mann ein Arm abgetrennt, er kam in eine Klinik nach Greifswald. Der Neubrandenburger war nach ersten Ermittlungen mit einer leichten Schwimmboje als Kennzeichnung unterwegs gewesen.

Der 62 Jahre alte Bootsführer und die 63-jährige Mitfahrerin erlitten einen Schock und mussten von einem Seelsorger betreut werden. Nach Einschätzung der Wasserschutzpolizei durften sich sowohl der Schwimmer als auch das Motorboot in diesem südlichen Bereich des Tollensesees aufhalten. Der Arm werde nun nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft einem Bestattungsinstitut übergeben, hieß es.

Quelle: DPA