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Abgesprengte Körperteile und Böller auf Polizisten - so verlief der Start ins Jahr 2019

Schwere Unfälle in der Silvesternacht

Abgesprengte Körperteile und Böller auf Polizisten - so verlief der Start ins Jahr 2019

Böller explodiert in Freiburg
In der Silvesternacht gab es mehrere schwere Unfälle mit Böllern.
imago stock&people, imago/Jannis Große, Jannis Grosse

Mit selbstgebauten Böllern lebensgefährlich verletzt

Millionen Menschen haben in Deutschland das neue Jahr 2019 mit Feuerwerken begrüßt. Dabei gab es allerdings auch einige schwere Zwischenfälle. In Essen beispielsweise sprengten sich zwei Männer ins Krankenhaus. Der 31-Jährige und der 33-Jährige verletzten sich mit ihren selbstgebauten Feuerwerkskörpern so schwer, dass sie in Lebensgefahr schwebten.

Die Männer trugen ihre explosive Konstruktion in mehreren Koffern auf einen Schulhof. Doch sie unterschätzten anscheinend die Wucht, mit der ihr Feuerwerk hochging. Rettungskräfte brachten die Männer ins Krankenhaus und die Polizei sperrte das Schulgelände ab. Die Beamten mussten Entschärfer des Landeskriminalamtes anfordern, um das explosive Material unschädlich zu machen.

Mann sprengt eigene Hand weg

Auch in Niedersachsen gab es einen schweren Unfall mit einem Böller. Ein Mann in Winsen an der Aller verlor eine Hand durch einen Böller. Der 38-Jährige kam ins Krankenhaus. Auch ein 54-Jähriger, der in der Nähe stand, wurde im Gesicht verletzt. Er konnte nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus allerdings wieder verlassen. Die Polizei prüft noch, wie es zu dem Unfall kam. Möglicherweise war auch dieser Sprengkörper selbstgebaut.

Böller explodiert in der Hosentasche

Feuerwerk in Hannover
In der Innenstadt von Hannover waren Böller dieses Jahr ganz verboten.
sab, dpa, Clemens Heidrich

Auch in Oberhaid im Landkreis Bamberg (Bayern) löste ein 26-Jähriger mit einem kleinen Böller eine fatale Kettenreaktion aus. Der Mann zündete den Feuerwerkskörper und warf ihn. Unglücklicherweise landete er genau in der Hosentasche eines 23-Jährigen. Der hatte sich Leuchtspurmunition eingesteckt, die durch die Hitze ebenfalls in der Tasche explodierte. Der 23-Jährige wurde mit schweren Verletzungen am Bein und an der Hand in eine Spezialklinik gebracht.

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Reizgas im Club versprüht

In Saarbrücken versprühte ein Unbekannter kurz nach fünf Uhr morgens auf der Tanzfläche Reizgas, teilte die Polizei mit. Die Partygäste rannten fluchtartig nach draußen. Mehrere Menschen, darunter auch eine Schwangere, wurden leicht verletzt. Ein Besucher musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Der Pfefferspray-Behälter wurde von der Polizei sichergestellt, nach dem Täter wird noch gefahndet.

Mann am Bahnhof niedergestochen

In Hamburg wurde ein Mann am S-Bahnhof Hammerbrook niedergestochen, wie die Feuerwehr berichtete. Die Rettungskräfte versorgten den Mann, der eine blutende Wunde im Brustkorb hatte und brachten ihn ins Krankenhaus.

Polizei mit Flaschen und Böllern beworfen

In Dortmund machten mehrere Leute Ärger. Sie beschossen Polizisten mit einer Rakete und warfen mit Flaschen nach den Beamten. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Mann, der den Silvesterböller abgefeuert haben soll, kam in Gewahrsam. Gegen mehrere andere laufen Anzeigen.

Jugendliche feuern Schreckschusswaffe ab

In Berlin griff die Polizei zwei feierwütige Jugendliche auf. Die 15 und 16 Jahre alten Jungen hatten direkt vor einem Polizeiauto mit einer Schreckschusswaffe herumgeballert. Als die Beamten die beiden kontrollierten, fanden sie auch noch illegale Böller in ihren Rucksäcken. "Dann endet die Nacht eben schon um 21 Uhr bei Mutti zu Hause", twitterte die Berliner Polizei.