Polizei greift pro Monat 100 Menschen trotz Einreiseverbot auf

Abgeschobene Flüchtlinge kommen nach Deutschland zurück

© dpa, Stefan Puchner, puc kno

25. Februar 2019 - 8:22 Uhr

Verschärfte Regelungen zeigen keine Wirkung

Die Abschiebung als Ende des Traums vom Leben in Deutschland? Das trifft laut einem Bericht der "Welt" längst nicht auf alle zu.  Im vergangenen Jahr habe die Polizei im Monat durchschnittlich 100 Personen registriert, die mit einem Einreiseverbot belegt gewesen seien, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Bundespolizei. Trotz Abschiebung und den verschärften Regelungen der Bundesregierung sind diese Menschen nach Deutschland zurückgekehrt.

Insgesamt 26.114 Abschiebungen im Jahr 2018

Durch die Einreisesperre darf die Polizei solche Flüchtlinge seit Juni vergangenen Jahres wieder zurückschicken - selbst wenn sie angeben, Schutz zu suchen. Die Zahl der Aufgegriffenen hat sich seitdem laut "Welt" nicht geändert.

Insgesamt wurden 26.114 Menschen im Jahr 2018 abgeschoben, wie das Bundesinnenministerium vermeldet hat. Dem stehen 31.000 gescheiterte Abschiebungen gegenüber. Das hat Bundesinnenminister Horst Seehofer zum Entwurf für das "Geordnete-Rückkehr-Gesetz" bewegt.

Im Video: Darum scheitern so viele Abschiebungen

Mehrheit der Abschiebungsrückkehrer im Inland aufgegriffen

Rund 43 Prozent der zurückgekehrten Abgeschobenen seien bei Grenzkontrollen aufgefallen - also an der Grenze zu Österreich sowie an Flug- und Seehäfen - und etwa 57 Prozent im Inland, berichtet die "Welt" weiter.