Ab 2018 gibt's Arbeitslosengeld an der Supermarktkasse!

12. November 2017 - 9:41 Uhr

Auszahlung in Ausnahmefällen möglich

Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger können sich in Zukunft ihre Bezüge auch an Supermarktkassen auszahlen lassen. Das hat die Bundesagentur für Arbeit bekannt gegeben. Dieses Verfahren sei für Menschen gedacht, die kein eigenes Konto haben oder die im Ausnahmefall sofort eine Auszahlung brauchen.

Viele Supermärkte nehmen an Verfahren teil

Bis Ende 2018 soll diese neue Lösung flächendeckend funktionieren, sagte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit. Zu den beteiligten Supermärkten und Drogerien gehörten Rewe, Penny, Real, dm und Rossmann.

Bislang standen dafür Kassenautomaten in Jobcentern und Arbeitsagenturen zur Verfügung. Diese Automaten sollen nun aus Kostengründen abgebaut werden. Die üblichen Überweisungen von Leistungen der Jobcenter oder Arbeitsagenturen bleiben ganz normal bestehen, betonte der Sprecher.

Wie funktioniert das Auszahlen an der Kasse?

Damit Arbeitslose bei den Händlern Geld bekommen, müssen sie einen Zettel mit einem Barcode vorlegen, den sie sich im Jobcenter oder der Arbeitsagentur abholen können. Dieser werde an der Kasse eingescannt und der angezeigte Betrag sofort ausgezahlt. Der Unterhalt der bisherigen Geldautomaten in den Jobcentern koste die Bundesagentur acht Euro pro Transaktion. Im Vorjahr hätten sich die Kosten mit 400.000 Bar-Transaktionen demnach auf 3,2 Millionen Euro belaufen. Die neue Lösung werde günstiger sein, sagte der BA-Sprecher. Eine genaue Höhe nannte er nicht. Der Anteil der Kinder, die auf Hartz IV angewiesen sind, hat einen neuen Höchststand erreicht.

Als Hartz-IV-Empfänger stehen Ihnen einige Zuschüsse zu. Doch nicht jeder bekommt das gleiche, schließlich sind die Lebensumstände eines jeden Menschen unterschiedlich. Seit dem 1. Januar 2014 gelten Regelbedarfe in der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Die wichtigsten Hartz-IV-Infos gibt es HIER.

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