Corona-Abstand durch Pfefferspray?

Wegen Corona: 71-Jähriger sprüht Radfahrer und Jogger mit Pfefferspray an

Ein Zollbeamter hält ein Pfefferspray in der Hand. Foto: Christophe Gateau/Archiv
Ein Zollbeamter hält ein Pfefferspray in der Hand. Foto: Christophe Gateau/Archiv
© deutsche presse agentur

19. Oktober 2020 - 14:00 Uhr

Pfefferspray-Angriff ohne Vorwarnung

Ein 71-Jähriger Mann hat für das Corona-Abstandsgebot zu verschärften Maßnahmen gegriffen: Laut Polizei soll der Mann am Samstag zuerst eine Gruppe von Joggern und anschließend zwei Radfahrer unvermittelt mit Pfefferspray eingenebelt haben, weil sie ihm zu nahe kamen.

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Mann "wusste sich nicht anders zu helfen"

​Die Fahrradfahrer, ein 51-Jähriger Aachener und seine 49-Jährige Frau konnten mit tränenden Augen gerade noch unfallfrei von ihren Pedelecs steigen. Eine Polizeistreife hat den 71-Jährigen Pfefferspray-Angreifer danach zur Rede gestellt. Wie er sagte, wusste der Mann sich nicht anders zu helfen, als so die Passanten auf gebührendem "Corona-Abstand" zu halten.

Die Polizei hat nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr eingeleitet. Außerdem bittet die Polizei die Jogger, die den Beamten bisher nicht bekannt sind, sich als Zeugen zu melden.

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