22. Mai 2019 - 11:24 Uhr

Unfall auf A9 in Fahrtrichtung München

Bei einem schweren Unfall mit einem Reisebus sind auf der  A9 nahe Leipzig mindestens ein Mensch getötet und 74 weitere Menschen verletzt worden. Sieben davon wurden schwer verletzt. Der Bus des Unternehmens Flixbus war in Richtung München am frühen Sonntagabend verunglückt und schwer beschädigt auf der Seite liegen geblieben. Die Sperrung der A9 wurde nach knapp zwölf Stunden wieder aufgehoben. Im Video beschreibt ein Bus-Passagier, wie er den Unfall erlebt hat.

Sekundenschlaf? Polizeisprecher will Verdacht nicht bestätigen

Ein anderes Auto war laut Polizei nicht an dem Unfall beteiligt. Eine Sprecherin der Autobahnpolizei hatte am Sonntagabend gesagt, die Polizei gehe nach ersten Ermittlungen davon aus, dass ein sogenannter Sekundenschlaf des Fahrers zu dem Unfall geführt habe.

Diesen Verdacht wollte ein Sprecher der Polizei in Halle in der Nacht zu Montag ausdrücklich nicht bestätigen und verwies auf die laufenden Ermittlungen zum Unfallhergang. Zum Zustand der Verletzten konnte die Polizei am frühen Morgen keine weiteren Angaben machen.

Die A9 wurde am Sonntagabend an der Unfallstelle in beide Richtungen voll gesperrt. Es bildeten sich lange Staus auf der Autobahn. Neben Polizisten waren mehrere Feuerwehren, Notärzte, Rettungshubschrauber und Kriseninterventionsteams im Einsatz.

Video: Schon früher Missstände bei Flixbus

​Verunglückte der Bus tatsächlich wegen eines Sekundenschlafs des Fahrers? 2015 hat Martin Schulte, stellvertretender Redaktionsleiter von RTL Aktuell, bereits Missstände aufgedeckt, als er undercover bei Flixbus eingeschleust wurde. Unfassbar: Auf seiner ersten Tour nach London erklärte ihm der Co-Fahrer, wie man die Ruhezeiten richtig umgehe. Im Video sehen Sie, was unser Redakteur als Fernbusfahrer erlebt hat.

Vier Hubschrauber und mehr als zehn Rettungswagen im Einsatz

Flixbus bestätigte am Abend, dass der Bus für das Unternehmen gefahren war und richtete eine Hotline (00800 30013730) für Angehörige ein. "Der Bus war im Auftrag von Flixbus planmäßig zwischen Berlin und München unterwegs", bestätigte das Reiseunternehmen. "Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Fahrgästen und Busfahrern sowie deren Familien und Freunden."

Quelle: DPA