A44-Ausbau: Hessen wartet auf grünes Licht vom Bund

06. Juli 2020 - 11:31 Uhr

Der Ausbau der Autobahn 44 bei Kassel steht vor dem nächsten Schritt. "Wir sind so weit, dass wir in diesem Jahr mit dem Planfeststellungsverfahren beginnen können", sagte ein Sprecher von Hessen Mobil am Montag. Das Verwaltungsverfahren ist nötig, um Baurecht zu schaffen. Allerdings muss das Bundesverkehrsministerium noch grünes Licht geben. Die nötigen Planungen lägen in Berlin zur Prüfung vor. Zuvor hatte die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" (HNA) berichtet.

Die A44 in Nordhessen soll die A7 bei Kassel mit der A4 bei Herleshausen-Wommen (Thüringen) verbinden. Doch während die Autobahn im östlichen Teil stetig wächst, kommt es bei dem Autobahnstück zwischen Kassel und Helsa (Landkreis Kassel) seit Jahren zu Verzögerungen. Vor einem Jahr hatte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) angekündigt, die Planung zu überarbeiten, um sie klagesicher zu machen.

Die Kosten für den A44-Ausbau waren zuletzt erneut gestiegen auf 2,4 Milliarden Euro, für das Autobahnstück bei Kassel liegen sie aktuell bei 410 Millionen. Die Gründe seien unter anderem die allgemeine Preisentwicklung, Planungsänderung und neue Auflagen, sagte der Hessen Mobil-Sprecher.

Der Startschuss für das Verwaltungsfahren könnte laut Hessen Mobil im Herbst fallen. Das Bundesverkehrsministerium habe signalisiert, dass bei den Planungen voraussichtlich keine Nachbesserung nötig ist. Die Prüfung solcher Unterlagen dauere in der Regel drei Monate, bei komplexen Verfahren etwas länger. Ein Fertigstellungsdatum für den kompletten A44-Ausbau gibt es nicht. Es wird jedoch erwartet, dass Autofahrer frühestens im nächsten Jahrzehnt auf dem westlichen Teil der A44 freie Fahrt haben.

Quelle: DPA