80.000 Euro Trinkgeld als Dank!

Starbucks-Mitarbeiter weigert sich, Frau ohne Maske zu bedienen

Lenin Gutierrez wollte die Starbucks-Kundin Amber Lynn Gilles nicht bedienen, weil sie in der Filiale keine Maske trug.
© CNN

29. Juni 2020 - 10:48 Uhr

Das Internet stellt sich hinter den Mitarbeiter

Ein Starbucks-Mitarbeiter in den USA will eine Kundin nicht bedienen, weil sie ohne Maske in das Café kommt. Für die Kundin total unverständlich: Sie wird wütend, fotografiert den Mitarbeiter und stellt das Bild samt des Vorwurfs ins Netz. Doch statt Zuspruch erhält sie kräftigen Gegenwind. Und das lohnt sich mittlerweile ordentlich für den pflichtbewussten Starbucks-Mitarbeiter.

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Starbucks-Mitarbeiter bleibt hart: Keine Maske - kein Kaffee

Amber Lynn Gilles aus San Diego in Kalifornien hat sich ihren Start in den Tag ganz anders vorgestellt: Bei Starbucks will sie sich einen Kaffee bestellen, doch der junge Mitarbeiter Lenin Gutierrez möchte sie nicht bedienen, wenn sie keinen Gesichtsschutz trägt.

In den USA steigen die Infektionszahlen mit dem Coronavirus noch immer deutlich an – sich und andere zu schützen, sollte also eigentlich keine Frage sein.

Amber Lynn gerät in Rage. Sie fotografiert den jungen Mann und stellt sein Foto bei Facebook ein, mit dem Kommentar: "Das ist Lenin von Starbucks, der sich weigert, mich zu bedienen. Nächstes Mal warte ich auf die Polizei und bringe eine medizinische Ausnahmeregelung mit."

Fast 80.000 Euro Spenden für Mitarbeiter

Doch statt Zuspruch erntet Amber Lynn nur heftigen Gegenwind. Ein User startet sogar eine GoFundMe-Kampagne für Lenin, um Trinkgeld zu sammeln. Matt Cowan versichert unter dem Spendenaufruf: "Das gesamte Trinkgeld wird direkt in die Starbucks-Filiale gebracht, in der Lenin arbeitet und ihm direkt übergeben."

Und das ist mittlerweile eine ganz schöne Menge Geld. Seit dem 22. Juni sind online schon fast 90.000 US-Dollar (also knapp 80.000 Euro) zusammengekommen. Einen Teil der Summe will er an lokale Organisationen spenden.

Lenin ist überwältigt von der Unterstützung der zahlreichen Fremden aus dem Netz. Er bedankt sich in einem Video und sagt, dass das Geld ihm helfen wird, seinen Traum zu verwirklichen. "Ich bedanke mich aus tiefstem Herzen bei euch. Es ist unglaublich, dass ich jetzt meinen Traum verfolgen kann und mir eine Tanzkarriere aufbauen und Kindern Tanzen beibringen kann", sagt Lenin in dem Video.

Wegen der Corona-Pandemie musste er seinen Traum zuvor aufgeben und fing an, bei Starbucks zu arbeiten. Jetzt hat das Ganze doch eine sehr glückliche Fügung genommen.

In allen Starbucks-Filialen sowie generell im Bundesstaat Kalifornien gilt die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

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