Schnee ist auch wieder dabei

7-Tage-Wettertrend: Nach Langeweile-Wetter streifen Sturmtief-Ausläufer

22. Januar 2022 - 15:35 Uhr

von Claudia Träger

Der Bergwinter hat zugeschlagen. Wer jetzt nichts vom Schnee abbekommen hat, geht auch in den nächsten Tagen leer aus. Wie alle. Ruhiges Hochdruckwetter mit Nebel und Hochnebel setzt sich nämlich in ganz Deutschland durch. Erst in der zweiten Wochenhälfte rührt sich das Wetter. Und dann ist auch wieder Schnee dabei.

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Sonntag: Einige Lichtblicke im Westen

Die Schneefälle sind so gut wie durch. Es geht verbreitet trüb oder neblig los, stellenweise fällt Nieselregen. Im Tagesverlauf lockern die Wolken dann speziell im Südwesten etwas auf und entlang des Rheins sowie vor allem im Schwarzwald scheint immer öfter die Sonne. Höchstwerte zwischen 1 Grad im Alpenvorland und 8 Grad im Nordwesten.

Montag bis Mittwoch: Wetter ohne Wetter

Die Sonne sucht man oft vergeblich am Dienstag in Deutschland.
Kaum Sonne und auch sonst ist am Dienstag nicht viel los mit dem Wetter in Deutschland.
© wetter.de

Da ist es wieder, das bei Meteorologinnen und Meteorologen so unbeliebte winterliche Hochdruckwetter. Keine erkennbaren Wolkenstrukturen, kein Wind, kein Regen, kein Schnee, keine Temperaturschwankungen, kaum Sonne. Irgendwie Wetter ohne Wetter. Es halten sich stattdessen teils hartnäckige Nebel- oder Hochnebelfelder.

Aber halt! Chancen auf Sonne gibt es doch. Im Westen und Südwesten. Sogar viel Sonnenschein bekommen Schwarzwald und Alpen ab, also die Regionen, die schon Schnee als eindrückliches Wetter-Element vorzuzeigen haben. Nun denn. Im Dauernebel gibt es nichtssagende 0 Grad und trübe 8 Grad im Nordwesten und für alle anderen irgendwas dazwischen

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Nach dem grau-trüben Einerlei tut sich was beim Wetter. Ein Wolkenband zieht von Nordwest nach Südost übers Land und dabei fällt zeitweise Regen. Auch Schnee ist dabei, nämlich ab einer Höhe von 300 bis 500 Metern. Viel kommt da aber nicht herunter.

Im Norden ist es dazu windig mit einer kräftigen Brise aus West bis Nordwest. Auch das ist nichts Dramatisches, aber nach der Ruhe der Tage zuvor dennoch bemerkenswert. An den Temperaturen ändert sich trotz Wind und Nässe kaum etwas: 4 bis 8 Grad heißt das für die meisten, 0 bis 3 Grad im Südosten und im Bergland.

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Für Schnee ist es zu grün, nämlich 5 bis 9 Grad.

Die Turbulenzen von Donnerstag und Freitag bringen das Wetter ganz durcheinander und noch weiß es nicht so recht, wohin mit sich. Das heißt: Die weitere Entwicklung ist unsicher. Ausläufer eines Sturmtiefs über Skandinavien streifen Deutschland und voraussichtlich bringen die am Samstag vor allem im Norden Wolken, Wind und Regen. Am Sonntag ist es dann insgesamt wechselhaft mit einzelnen Schauern, die meist als Regen und nur im höheren Bergland als Schnee runterkommen. Sturmtief über Skandinavien hört sich vielleicht bedrohlich kalt an, bringt uns aber keinen Frost, sondern 5 bis 9, im Bergland und im Südosten 1 bis 5 Grad.

Ein nachhaltiger Wintereinbruch im Flachland ist bis nächsten Sonntag nicht in Sicht. Da bleibt dann der Februar als letzte Winter-Hoffnung.

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(ctr)