Damit die Böllerei nicht ins Auge geht

7 goldene Regeln für ein sicheres Feuerwerk

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6. Dezember 2019 - 14:07 Uhr

Gefahren für Mensch und Material vorbeugen

Das Silvester-Feuerwerk soll eigentlich böse Geister für das neue Jahr vertreiben. Die meisten Menschen zünden heutzutage Raketen und Knallkörper hauptsächlich aus Spaß an der Freude. Oder weil es zum Jahreswechsel halt einfach dazu gehört. Doch nicht selten kommt es dabei zu schweren Verletzungen und ausgebrannten Dachstühlen. Um Gefahren vorzubeugen, sollten Feuerwerks-Freunde nur geprüfte Ware kaufen.

Regeln, um sicher zu böllern

Silvesterrakete mit Hand
Einen Böller direkt aus der Hand abfeuern - wirkt mutig, ist aber mega-gaga. Es kann zu schwersten Verletzungen an der Hand kommen.
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  • Sicheres Feuerwerk erkennen!

Wie sich Feuerwerk bei Belastung oder unter Hitze verhält, prüft in Deutschland die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Haben die Artikel des Herstellers den Test bestanden, bekommen sie eine Registriernummer und die CE-Kennzeichnung.

Das BAM warnt ausdrücklich vor Artikeln ohne diese Kennzeichnungen. In ihnen befände sich oft nicht nur Schwarzpulver, sondern ein viel stärker reagierender Blitzknallsatz. Es sei zudem nicht sicher, ob zwischen Anzünden und Zünden genügend Zeit vergeht.

  • Wer darf Feuerwerk kaufen?

Experten teilen Feuerwerkskörper in verschiedene Kategorien. Für Verbraucher ohne besondere Genehmigung sind die Kategorien F1 und F2 interessant.

Kleinstfeuerwerk der Kategorie F1 - also etwa Knallerbsen, Bodenwirbel, Wunderkerzen oder Tischfeuer - dürfen Händler das ganze Jahr über verkaufen. Nach Angaben des Verbands der pyrotechnischen Industrie dürfen es Jugendliche ab 12 Jahren erwerben.

Kleinfeuerwerk der Kategorie F2 - wie Raketen, Knallkörper, Verbundfeuerwerk, Batterien und Römische Lichter - darf man nur im Freien in abgegrenzten Bereichen verwenden. Hier ist ein Kauf erst ab 18 Jahren und nur zwischen dem 28. und 31. Dezember möglich.

  • Der richtige Zeitpunkt für die Zündung

Feuerwerkskörper der Kategorie F2 dürfen Verbraucher nur am 31. Dezember und 1. Januar zünden - grundsätzlich von Mitternacht bis Mitternacht. Die genauen Uhrzeiten legen Städte und Gemeinden fest.

  • Feuerwerkskörper sicher lagern

Damit das Feuerwerk nicht vorzeitig zündet, muss man es kühl und trocken lagern. Deshalb sollten Käufer es zum Beispiel nicht in unmittelbarer Nähe von Heizkörpern aufbewahren, rät die BAM. Ebenso tabu: Daneben Rauchen oder ein offenes Feuer machen. Auch Kinder sollten nicht an die Raketen gelangen.

  • Mindestabstand einhalten und sicheren Stand wählen

Vorher in Ruhe und bei Licht die Gebrauchsanleitung genau durchlesen - denn später ist es oft hektisch und dunkel.

Feuerwerk der Kategorie F2 darf man nur draußen zünden - mit einem Sicherheitsabstand von mindestens acht Metern zu Menschen oder Gebäuden. Bei der Kategorie F1 beträgt der Mindestabstand einen Meter.

Wichtig ist ein fester Untergrund: Den Leitstab in die Flasche und dann beides in einen Getränkekasten stellen! Der Grund: Frei stehende Flaschen kippen leicht um. Und, ganz wichtig: Was beim ersten Mal nicht gezündet hat, auf keinen Fall erneut zünden!

  • Richtig helfen, wenn etwas schief geht!

Bei leichten Verbrennungen empfiehlt das Deutsche Rote Kreuz, die betroffene Fläche kurz mit Leitungswasser zu kühlen. Ist der verbrannte Bereich größer als die Handfläche des Betroffenen: Gleich den Notruf 112 wählen! Das gilt auch, wenn ein Verletzter größere Mengen an Blut verliert oder sich jemand an den Augen verletzt.

  • Die letzte Regel versteht sich von ganz alleine ...

... auch wenn sie sehr oft nicht eingehalten wird: Lassen Sie die Finger vom Feuerwerk, wenn Sie einen über den Durst getrunken haben. Denn dafür braucht es eine ruhige Hand - Ihre Gesundheit und die Ihrer Mitmenschen dankt es Ihnen!


Quelle: DPA/RTL.de