Kalte Hände und Füße? Nicht mit unseren 7 Anti-Kälte-Tipps

So frieren Sie nie wieder auf dem Weihnachtsmarkt

Dick einpacken: Auf Weihnachtsmärkten wird uns schnell kalt - doch es gibt mittlerweile auch technische "Warmmacher".
Dick einpacken: Auf Weihnachtsmärkten wird uns schnell kalt - doch es gibt mittlerweile auch technische "Warmmacher".
Kzenon, (c) Kzenon

von Robin Hoffmann

USB-Anschlüsse kennen Sie nur vom Computer oder dem Ladekabel? Jetzt tragen wir den auch an der Kleidung. Handschuhe, Westen und Schuhsohlen: Das alles gibt es als beheizbare Variante – eben per USB-Anschluss. Der Vorteil: Die Kleidung kann auch problemlos unterwegs genutzt werden. Perfekte Lösung also, um nicht mehr frierend auf dem Weihnachtsmarkt stehen zu müssen. Welche technischen Gadgets und klassischen „Warmmacher“ Sie für diese Weihnachtsmarkt-Saison brauchen, lesen Sie hier.

1. Beheizbare Sohlen gegen kalte Füße

Die Sohlen sind zwar etwas dicker in den Schuhen – sie haben aber auch eine große Wirkung: Das Material und die Isolation halten die Kälte fern. Außerdem sorgen sie für ein bequemes und weiches Gefühl unter dem Fuß. Thermo-Sohlen können Sie schon für unter 10 Euro kaufen. Eine andere Variante: beheizbare Einlegesohlen. Mit einem Heizelement ausgestattet sollen sie die Füße von vorne bis hinten wärmen. Sie gibt es schon ab einem niedrigen zweistelligen Preis und sind unterwegs nutzbar, weil sie akkubetrieben sind und mit einer Powerbank aufgeheizt werden können. Trotz Elektrik sind viele Modelle waschbar.

2. Für drunter und drüber: Klamotten mit USB-Anschluss

Viele kennen sie noch nicht: Heizwesten. Mit mehreren Heizstufen ausgestattet werden einige Modelle bis zu 65 Grad warm, sind waschbar und in verschiedenen Größen erhältlich. Zusätzlich ist an ihnen ein USB-Anschluss angebracht – damit sind sie unterwegs mit einer Powerbank nutzbar. Preislich starten die Westen ab einem mittleren, zweistelligen Euro-Bereich.

Wer die Wärme lieber direkt am Körper hat, für den könnte beheizbare Unterwäsche etwas sein. In diesem Fall können Sie sich mit langen Unterhosen oder Unterzieh-Shirts ausstatten. Auch diese Produkte sind waschbar und mit regulierbaren Heizstufen produziert. Unterhosen und Shirts werden oft zusammen als ein Paket angeboten und liegen preislich ungefähr bei dem doppelten von Heizwesten – unter 100 Euro sind Sie in den meisten Fällen aber dabei.

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3. Elektrische Handwärmer und beheizbare Handschuhe

Die ovalen oder rechteckigen dünnen Geräte können eine smarte Heizmethode für die Jackentasche sein. Viele Modelle laden rund 3 bis 4 Stunden auf und sind mit mehreren Heizstufen auf verschiedene Temperaturen einstellbar. Für einen Abend reichen sie in der Regel aus – oft haben die Modelle vollgeladen eine Laufzeit von über zehn Stunden. Falls Sie davon kein Fan werden, weil die Taschen dann voll sind – die klassischen Knick-Handwärmer lohnen sich auch immer noch. Einfach nach dem Gebrauch in heißem Wasser wieder flüssig kochen – schon steht dem nächsten Weihnachtsmarkt-Besuch nichts mehr im Wege.

Die Hände und den Glühwein warm halten? Mit beheizbaren Handschuhen ist das sicher möglich. Sie sind in verschiedenen Größen und mit mehreren Heizstufen erhältlich. Dazu oft auch wasserdicht. Auch sie werden über einen USB-Anschluss betrieben. Angeboten werden diese besonderen Handschuhe in vielen Preisklassen – los geht es im niedrigen zweistelligen Bereich. Sie sind aber vielleicht die beste Investition, denn die Hände werden doch eigentlich immer als erstes kalt, oder?

4. Zwiebel-Look für einen warmen Weihnachtsmarktbesuch

Eines von vielen: Der Woll-Pulli kann eine von mehreren Kleidungsschichten sein.
Eines von vielen: Der Woll-Pulli kann eine von mehreren Kleidungsschichten sein.
picture alliance / Bildagentur-o, Bildagentur-online/Tetra-Images

Dieses Prinzip ist nicht neu, aber immer noch sehr gut. Denn: Je mehr Schichten Kleidung wir am Körper tragen, desto mehr Lufträume bilden sich zwischen den Lagen. Diese Luft dient als Wärmeisolator. Beim Zwiebelprinzip eignet sich dünnere Kleidung besser als dickere. Weiterer Vorteil: Klamotten-Schichten können entsprechend der Temperatur oder bei Nässe schnell an- oder ausgezogen werden.

5. Diese Lebensmittel helfen gegen Kälte

Manche Gewürze zählen zu wärmenden Lebensmitteln. Einige davon finden wir auch auf Weihnachtsmärkten.
Manche Gewürze zählen zu wärmenden Lebensmitteln. Einige davon finden wir auch auf Weihnachtsmärkten.
Sergey Nepsha, picture alliance

Besonders Gewürze sollen für Wärme von Innen sorgen. Zimt, Pfeffer und Currypulver werden dabei genannt – viele finden wir auch auf Weihnachtsmärkten. Laut Traditioneller Chinesischer Medizin zählen auch Walnüsse, Zwiebeln, Paprika oder Knoblauch dazu. Wissenschaftlich belegt ist der Effekt aber nicht. Glühwein erzeugt auch ein schön warmes Gefühl, der Alkohol darin fördert allerdings die Unterkühlung. Hände und Gesicht werden durch erweiterte Blutgefäße zwar erweitert, die Organe hingegen verlieren dadurch wärme. Auch Nikotin verengt Blutgefäße und sorgt für einen schlechteren Wärme-Transport im Körper.

Ein gewöhnungsbedürftiger Brauch aus Japan soll uns die Füße einheizen. Der direkte Kontakt einer Chili mit der Haut soll ein Wärmegefühl auslösen. Verantwortlich dafür ist der Wirkstoff Capsaicin. Dieser sorgt auch beim Essen für die Schärfe im Mund. In Deutschland beinhalten viele Wärmepflaster, zum Beispiel gegen Rückenschmerzen, Capsaicin. Vielleicht bleiben wir aber doch lieber bei der Currywurst mit Pommes auf dem Weihnachtsmarkt, um uns aufzuwärmen...

6. Bewegung auf dem Weihnachtsmarkt

„Bewegung tut gut“ – das haben wir als Kind doch alle schon gehört. Mittlerweile wissen wir: das stimmt! Und das gilt auch für den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Zwischen den Glühwein-Runden einfach mal über den Markt schlendern und die weihnachtlich geschmückten Buden bestaunen. Oder: Den Glühwein an einem weiter entfernten Verkaufsstand holen.
Die Muskeln im Körper produzieren Wärme in der Bewegung. Wer aber verständlicherweise nicht springen oder rennen möchte – es gibt einen einfachen Trick im Stehen: Muskeln in allen möglichen Körperteilen anspannen und wieder loslassen. Weiterer positiver Effekt der Bewegung: Dadurch wird die Körperwärme besser verteilt.

7. Lachen macht auch draußen warm

Lachen ist gesund! Und es erhöht die Körpertemperatur. Denn die angespannten Muskeln beim Lachen produzieren Wärme. Außerdem löst es ein wohltuendes Gefühl im Körper aus und ist gut für die Seele. Positiver Nebeneffekt: In lustigen Momenten vergessen wir, dass uns kalt ist. Und spätestens nach dem ersten Glühwein ist sicher für die ersten lustigen Situationen gesorgt.

Egal, ob mit technischer Hilfe oder doch mit Bewegung – viel Spaß und viele warme Besuche auf den Weihnachtsmärkten!

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