Auf dem Transportweg nach Deutschland verloren gegangen

6 Millionen Corona-Schutzmasken spurlos verschwunden

6 Millionen solcher Schutzmasken sind spurlos verschwunden
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh wst cul

24. März 2020 - 14:12 Uhr

Panne bei der Beschaffung von Schutzmasken in der Corona-Krise

Sie werden gerade dringend gebraucht und sind vielerorts Mangelware: Atemschutzmasken. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins SPIEGEL sind wohl sechs Millionen bestellte Masken der Schutzstufe FFP2 auf einem Flughafen in Kenia verschwunden. Diese sollten im Kampf gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus eingesetzt werden und hätten bereits am 20. März in Deutschland eintreffen sollen.

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Dringend benötigte Masken verschwunden: Wie kann so etwas passieren?

Die Beschaffung von dringend benötigtem medizinischen Material in der Corona-Krise wird federführend vom Beschaffungsamt der Bundeswehr organisiert. Das hatte der Krisenstab der Bundesregierung entschieden.

Für das Verschwinden der sechs Millionen Schutzmasken sei aber nicht die Bundeswehr verantwortlich, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. In einem Tweet widerspricht das Ministerium der Darstellung des SPIEGELs. Die Masken sollen demnach von einer Stelle bestellt worden sein, die nicht dem Verteidigungsministerium unterstehen würde. 

Wie die Masken in Kenia abhandengekommen sind, ist unklar. Ein finanzieller Schaden sei nicht entstanden, da die Lieferung noch nicht bezahlt gewesen sei. Außerdem solle es sich bei den verloren gegangenen sechs Millionen Schutzmasken nur um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials handeln.

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