574 000 kleine Aale in MV-Gewässern ausgesetzt

Junge Glasaale schlängeln sich in einer Transportbox. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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09. Juni 2020 - 12:52 Uhr

Rund 574.000 kleine Aale sind in diesem Frühjahr zur Stärkung der Bestände in Mecklenburg-Vorpommerns Gewässern ausgesetzt worden. Das Land beteilige sich an den Kosten mit 131.800 Euro, teilte das Agrarministerium am Dienstag in Schwerin mit. Das Geld gehe an den Landesanglerverband und den Landesverband der Binnenfischer. Drei Viertel der Summe kommen demnach aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds.

Der Europäische Aal steht auf der Liste der bedrohten Tierarten. Seit den 1970er Jahren stellen Wissenschaftler eine beständige Abnahme des Bestandes fest, wie es hieß. Die Ursachen seien weitgehend unklar.

Im Jahr 2007 hat die EU laut Ministerium eine Verordnung erlassen, mit der die Mitgliedstaaten zu Maßnahmen verpflichtet werden. In Mecklenburg-Vorpommern wurden den Angaben zufolge zwischen 2009 und 2019 rund 11,3 Millionen kleine Aale ausgesetzt, was mit 2,4 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt wurde. Das Besatzprogramm werde von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei wissenschaftlich begleitet.

Quelle: DPA