51-Jähriger hat schon einen Mord gestanden: Dritte Leiche in Hille gefunden

15. März 2018 - 7:25 Uhr

Wurden sie alle von einem 51-Jährigen umgebracht?

Drei grausige Funde im ostwestfälischen Hille binnen weniger Tage: In der vergangenen Woche entdeckt die Polizei einen getöteten 30-Jährigen, am Mittwoch stößt sie auf zwei weitere Leichen. Wurden sie alle von einem 51-Jährigen umgebracht?

Obduktion der Leichen soll Klarheit bringen

Hat ein 51-Jähriger in Ostwestfalen drei Männer getötet? Diese Frage stellt sich den Ermittlern in Hille nach dem Fund zwei weiterer Leichen. Beide Tote sollen am Donnerstag obduziert werden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwochabend in Bielefeld mitteilten.

Am Freitag war ein getöteter 30-Jähriger auf einem Gehöft in Hille entdeckt worden. Tatverdächtig ist ein 51-Jähriger, der nebenan wohnte. Am Mittwoch gab es dann weitere grausige Funde: Auf dem Grundstück des 51-Jährigen stießen die Ermittler kurz hintereinander auf zwei weitere Leichen. Zuvor hatten Spürhunde dort angeschlagen. Ein Toter sei etwa einen Meter tief im Waldboden vergraben gewesen, teilten die Ermittler mit.

Opfer und Täter standen in Geschäftsbeziehung zueinander

Fahndungsfoto der Polizei Bielefeld: Der 51-jährige Jörg W.
Fahndungsfoto der Polizei Bielefeld: Der 51-jährige Jörg W.
© Polizei Bielefeld

​Der getötete 30-Jährige aus dem niedersächsischen Stadthagen war am vergangenen Freitag auf dem Gehöft gefunden worden. Seitdem suchte die Polizei nach zwei weiteren verschwundenen Männern aus dem direkten Umfeld des Tatverdächtigen. Vermisst wird der 71 Jahre alte Eigentümer des Gehöfts und ein 65-Jähriger aus Hille, der auf dem Grundstück des Tatverdächtigen gearbeitet haben soll.

Der 51-Jährige hatte zugegeben, den 30-Jährigen auf dem Gehöft seines Nachbarn mit einem Hammer erschlagen zu haben. "Der mutmaßliche Täter und das Opfer standen in einer Geschäftsbeziehung zueinander. Das können wir jetzt sagen", erklärte eine Polizeisprecherin. Zum Motiv gebe es erste Hinweise, allerdings sind die Informationen laut Polizei "noch zu schwammig und unkonkret".

Der 51-Jährige sei zuvor nicht durch Gewaltdelikte in Erscheinung getreten oder vorbestraft. Nach früheren Polizeiangaben hatte er die Tat zunächst bestritten. Er war am Samstag in Bayern von Spezialkräften festgenommen worden. Am Sonntag erließ ein Richter Haftbefehl wegen Mordverdachts.