480g Geburtsgewicht: Extremfrühchen Annie May kämpfte sich ins Leben

Elizabeth (links), Annie und ihre Eltern Victoria und Adrian genießen heute jeden gemeinsamen Moment als Familie.
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20. Mai 2016 - 12:01 Uhr

"Am Anfang rechneten wir mit schlechten Nachrichten"

480 Gramm - das ist ungefähr so viel, wie zwei Päckchen Butter oder eine Packung Mehl. So wenig hat Annie May Daddy aus England bei ihrer Geburt im Dezember 2014 gewogen. Sie kam vier Monate zu früh zur Welt, die Ärzte schätzten ihre Überlebenschancen damals auf 20 Prozent - doch das tapfere Mädchen kämpfte sich ins Leben.

Victorias Fruchtblase war eines Morgens plötzlich geplatzt, während sie und ihr Mann Adrian auf Familienbesuch im Westen Englands waren. Kurz bevor Annie am 4. Dezember 2014 geboren wurde, teilten die Ärzte den werdenden Eltern mit, dass es ihre Tochter wahrscheinlich nicht schaffen würde. "Am Anfang rechneten wir mit schlechten Nachrichten. Ich habe nicht einmal daran geglaubt, dass sie aus dem Kreißsaal kommt. Als sie sie raus brachten, war ich völlig überwältigt", erzählt Victoria der britischen Zeitung 'Mirror'. Für die kleine Annie begann ein harter Kampf ins Leben.

"Wir schätzen jeden Tag als Familie"

Selbst ihr Geburtsgewicht konnte das Extremfrühchen in den ersten Tage ihres Lebens nicht halten. Aber Annie überlebte, nach ein paar Wochen war sie stabil genug, um in ein Krankenhaus in der Nähe des Elternhauses nördlich von London verlegt zu werden. "Sie wurde einfach immer stärker und stärker", berichtet Victoria. "Wenn uns jemand am Anfang gesagt hätte, dass wir zehn Monate später zu Hause sein würden, hätte ich das nicht geglaubt."

Doch genauso sollte es kommen. Im März 2015 konnten die Eltern ihr Mädchen endlich heim bringen, wo sie von ihrer dreijährigen Schwester Elizabeth schon sehnsüchtig erwartet wurde. "Wir schätzen einfach jeden Tag als Familie. Es ist so wunderschön", erzählt Victoria. Die Eltern hoffen, dass sie mit ihrer Geschichte auch anderen Eltern Mut machen können.