470er-Segler von Coronavirus-Schutzmaßnahmen betroffen

05. Februar 2020 - 15:40 Uhr

Zwei 470er-Segler aus Berlin sind bei einem Trainingsaufenthalt im Leistungszentrum der chinesischen Stadt Haikou von den Folgen der schnellen Coronavirus-Ausbreitung betroffen. Der 19 Jahre alte Steuermann Daniel Göttlich und sein gleichaltriger Vorschoter Linus Klasen dürfen ihr Wohngebäude seit gut zwei Wochen nur mit Mundschutz und ausschließlich zum Segeln verlassen. Das Duo ist seit dem 10. Januar auf Chinas größter Insel Hainan.

Als Mitglieder des German-Sailing-Team-Perspektivkaders wurden die Deutschen eingeladen, mit den zwei besten chinesischen 470er-Teams zu trainieren. "Für uns war diese Chance sehr attraktiv", begründete Göttlich den China-Aufenthalt. Denn das Duo hat noch minimale Chancen auf eine Last-Minute-Olympia-Qualifikation für Tokio 2020.

Das Leistungszentrum ist für Besucher gesperrt. Die Isolierung hatte der chinesische Seglerverband anderthalb Wochen nach Ankunft der Deutschen angeordnet, um seine Olympia-Kandidaten vor Erkrankungen zu schützen. Göttlich/Klasen ziehen dennoch eine positive Bilanz: "Das Training war so effektiv, wie erhofft. Bislang sieht alles danach aus, dass wir am 7. Februar den Heimflug antreten können", sagte Göttlich der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "Uns bleibt nicht viel anderes übrig, als zu hoffen, dass sich daran nichts ändert."

Quelle: DPA