Zahlen könnten noch steigen

47 Corona-Infektionen nach Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd

In Schwäbisch Gmünd haben sich 47 Menschen bei einer Trauerfeier mit dem Coronavirus angesteckt (Symbolbild).
© iStockphoto, HIZIR KAYA

27. Juli 2020 - 20:26 Uhr

Über 100 Menschen bei Trauerfeier

Nach einer Trauerfeier im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) wurden 47 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Sie sollen sich auf der Trauerfeier angesteckt haben. Wie das örtliche Landratsamt befürchtet, können die Zahlen noch steigen. An dem muslimischen Fest nahmen mehr als 100 Gläubige teil.

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Suche nach Kontaktpersonen

Die Trauerfeier fand am 14. Juli in einer Moschee in Schwäbisch Gmünd statt. Wie viele Gäste tatsächlich anwesend waren, ist bislang unbekannt. Eine Gästeliste soll nicht existieren. Auch bei welchem der Gäste sich die anderen Trauernden angesteckt haben, ist noch ungewiss, wie eine Sprecherin des Ostalbkreises gegenüber der "Südwest Presse" erklärt. Das Gesundheitsamt sucht derzeit nach weiteren Kontaktpersonen.

Tests in 5 Schulklassen

Weil bei der Trauerfeier auch Kinder anwesend waren, sind nun Tests in insgesamt fünf Schulklassen geplant. Wie eine Sprecherin des Landratsamts mitteilt, sei eine Kita in Schwäbisch Gmünd vorübergehend geschlossen, eine Grundschulklasse sei bereits getestet worden - offenbar habe sich jedoch bislang kein Mitschüler angesteckt. Bis Mittwoch seien weitere Tests in mehreren Klassen an verschiedenen Schulen geplant.

Steigen die Zahlen, wäre auch ein Lockdown möglich, wie der SWR berichtet. Im Ostalbkreis drohe dieser demnach schon ab 157 Neuinfizierten.

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