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RKI veröffentlicht neuen Bericht

46 Prozent der positiven Proben sind britische Mutationen: Was bedeutet das für uns?

FOTOMONTAGE, Schild mit Coronavirus-Symbol und Fahne von Großbritannien, britische Virus-Mutante *** PHOTOMONTAGE, shie
FOTOMONTAGE, Schild mit Coronavirus-Symbol und Fahne von Großbritannien, britische Virus-Mutante *** PHOTOMONTAGE, shie
© imago images/Christian Ohde, Christian Ohde via www.imago-images.de, www.imago-images.de

04. März 2021 - 11:35 Uhr

Anteil an Corona-Variante B.1.1.7 in Deutschland stark gestiegen

Die Verbreitung der zuerst in Großbritannien nachgewiesenen Corona-Variante B.1.1.7 in Deutschland hat laut Robert Koch-Institut (RKI) weiter zugenommen. Ihr Anteil an einer Stichprobe von knapp 25.000 positiven Fällen aus der vergangenen Woche betrage rund 46 Prozent, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten RKI-Bericht hervorgeht.

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Vor rund einem Monat lag der Anteil noch bei sechs Prozent

Zu Beginn der Erhebung, vor rund einem Monat, hatte das RKI den Anteil der Mutante noch auf sechs Prozent beziffert, zwei Wochen später waren es 22 Prozent. Schätzungen, wonach nun ungefähr die Hälfte der Fälle auf B.1.1.7 zurückgehen, waren bereits am Dienstag bekannt geworden.

Der Anteil von 46 Prozent bezieht sich auf Nachtestungen mehrerer Laborverbünde auf Schlüsselmutationen der Variante. Er kann laut RKI "nicht sicher auf alle Sars-CoV-2-positiven Proben in Deutschland übertragen werden". Der Bericht stützt sich noch auf weitere Datenquellen: Blickt man etwa auf komplette Erbgutanalysen, die seltener durchgeführt werden, aber als eindeutiger Nachweis gelten, sind es rund 22 Prozent Mutante. Die schnell wachsende Tendenz des Variantenanteils wird aber unabhängig von der Methodik beobachtet.

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Virologe Hendrik Streeck ordnet ein

Von einer dritten Welle durch die britische Mutation will Virologe Hendrik Streeck in einer RTL-Schalte aber nicht sprechen. "Ob es zur dritten Welle kommt oder nicht können wir nicht richtig vorhersagen. Dafür müssen wir das Infektionsgeschehen ganz genau beobachten. Im Moment zeichnet sich eher ein Wellchen ab", so der Bonner Virologe. "Also nicht der strake Anstieg, der befürchtet wurde."

Dennoch sei es wichtig, baldige Öffnungen mit einer Teststrategie zu begleiten. Das Problem dabei sei aber, dass durch breite Massentestungen auch die Zahlen zwangsläufig wieder ansteigen würden. Die Öffnungsstrategie könne sich also in sich torpedieren.

Ausbreitung erschwert Eindämmung der Pandemie

Laut RKI ist damit zu rechnen, das der Anteil der britischen Corona-Variante weiter zunimmt. Es handelt sich um eine ansteckendere Variante, die ersten Studien zufolge auch häufiger schwere Verläufe verursacht. Erwartet wird, dass sich mit der Ausbreitung die Eindämmung der Pandemie erschwert.

Weitere Varianten, die etwa in Südafrika und Brasilien zirkulieren, spielen dem RKI-Bericht zufolge in Deutschland eine bisher untergeordnete Rolle. Diese beiden Varianten werden von Gesundheitsbehörden ebenfalls als besorgniserregend eingestuft: Anders als bei der britischen Variante gibt es Hinweise, dass Corona-Genesene oder Geimpfte weniger gut vor einer Ansteckung mit dem veränderten Virus geschützt sind.

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Der Virologe Christian Drosten erklärte am Dienstag im "Coronavirus-Update" (bei NDR-Info) allerdings: "Wir haben eigentlich keinen Grund zur Befürchtung, dass die Südafrika-Variante so stark zunimmt wie die England-Variante in einer Bevölkerung, die nicht immun ist."

Quelle: dpa/ RTL.de

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